17.05.2017, 13:59 Uhr

Vom Roboter, dem Kinderheim und einer langen Nacht

Thomas Bischof mit seinem Buch "Es wird still".

Der Neubauer Autor Thomas Bischof hat seinen Roman "Es wird still" im Selbstverlag veröffentlicht.

NEUBAU. Ein Kinderheim bildet die Kulisse des Romans „Es wird still“ von Thomas Bischof. Auf 150 Seiten wird die Geschichte des schmächtigen Jungen Georg und seiner Freundschaft mit einem kleinen Roboter sowie der Kinderliebe zwischen Georg und der ebenfalls im Kinderheim lebenden Sophie erzählt. Es ist ein poetischer Roman, kongenial begleitet durch Illustrationen von Eleonora Sigl.
Den Helden wird es nicht leicht gemacht.

Schon bald ziehen düstere Wolken auf, Blut fließt und eine lange Nacht beginnt. Und wer noch Erinnerungen an kindliche Albträume hat, weiß, wie lang solche Nächte sein können. Der Ursprung des Romans liegt in einem Experiment. „Einer meiner Lehrer hat gesagt, ich soll meine Charaktere lieben, ihnen das Leben aber so schwer wie möglich machen. Das habe ich mit dem Buch ausprobiert“, sagt Bischof.


Publikation im Eigenverlag

Bischof wohnt am Neubau und hat den Großteil seines Buches dort geschrieben. „Ich bin von meiner Arbeit gekommen, habe mich um 19 Uhr hingesetzt und bis 24 Uhr geschrieben“, erzählt er. „Das Buch verdankt dem Bezirk einiges. Hier gibt es eine Atmosphäre, die den Geist öffnet. Ich habe hier in vielen Lokalen an meinem Werk gearbeitet.“ Bischof hat seinen Roman im Selbstverlag veröffentlicht. „Das war eine tolle Erfahrung. Ich würde sie aber nicht noch einmal machen wollen. Es steckt echt viel Arbeit dahinter.“ Dazu gehört auch, dass Buchhändler mit dem Roman ihre Schwierigkeiten hatten: „Sie haben nicht wirklich gewusst, wie sie das Buch einordnen sollen. Ist es ein Kinderbuch? Ist es ein Horrorroman?“ Apropos Horror: Bischof ist bekennender Horrorfilmliebhaber.

„Daher kommt auch meine Inspiration für das gruselige Kinderheim. Das hat sich angeboten. Auch die Filme Alfred Hitchcocks haben mich da beeinflusst.“ Die Freiheit, diesen Inspirationen ihren Lauf zu lassen, ist für Bischof der große positive Aspekt der Veröffentlichung im Selbstverlag. „Natürlich hat das alles sehr viel Mühe gemacht. Vertrieb und Marketing mache ich selbst. Dafür hatte ich aber auch die Möglichkeit, das Cover für mein Buch selbst zu gestalten.“


Dank an den Roboter

Thomas Bischof ist ein Multimediatalent. Neben der Mitarbeit an Theaterproduktionen hat er unter anderem Regieassistenz für Spielfilme gemacht oder Drehbücher geschrieben. Auch „Es wird still“ hätte ursprünglich ein Drehbuch werden sollen. „Ich habe viel durch meinen ersten Roman gelernt“, sagt er. „Heute würde ich manches systematischer machen. Dem Roboter habe ich einiges zu verdanken. Er hat mich an die Hand genommen.“ Wer sich von dem kleinen Roboter auf eine unheimliche Reise mitnehmen lassen möchte, findet alle Details auf www.eswirdstill.at
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