Brrrr: Heizungsschaden im Bezirksgericht

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Höchste Zeit, dass die Sanierung des Bezirksgerichts Neunkirchen (die bereits 30 Jahren kommen soll – Anm. d. Red.) durchgeführt wird. Wie notwendig das ist, zeigte sich einmal mehr am 9. Jänner: "Wir hatten einen Heizungsschaden, weil im Bereich des alten Finanzamtes ein Radiator aufgefroren ist", skizziert Bezirksgerichtsvorsteher Stefan Koppensteiner.
Das Heizungssystem in dem alten Gebäude ist eine Besonderheit. Es handelt sich um eine sogenannte Schwerkraftheizung.

So funktioniert dieses Uralt-Modell

Wikipedia-Definition: Im Vorlaufstrang hat das Wasser die Vorlauftemperatur des Heizsystems und damit verbunden eine geringe Dichte, das Wasser steigt nach oben. Auf der kalten Rücklaufseite ist die Dichte größer, das Wasser ist schwerer und sinkt nach unten. Somit entsteht eine Zirkulation, die man Schwerkraftzirkulation nennt und die das Heizungswasser umlaufend durch die möglichst hoch montierten Heizkörper transportiert. Die den Kreislauf antreibende Druckdifferenz ist in etwa proportional zur Gebäudehöhe (genauer: Höhe des Heiznetzes) und dem Dichteunterschied zwischen Vor- und Rücklauf-Wasser. Da der Dichteunterschied aufgrund der geringen typischen Temperaturdifferenz von ca. 20 K nur klein ist, reagiert das System sehr träge. Bis Ende der 1960er Jahre (in der DDR bis Mitte der 1980er) wurden Zentralheizungsanlagen als Schwerkraftheizungen ausgeführt. Diese werden den heutigen Komfortansprüchen nicht mehr gerecht, weshalb sie durch Pumpenheizungen ersetzt werden.

Der Griff zur Jacke

Bis der Schaden vom Installateur behoben wurde, musste die Belegschaft auf die Winterjacken ausweichen. Denn eine Wärmedämmung gibt es bei dem denkmalgeschützten Gebäude nicht.

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