Karriere als Sani
Claudia (21) rettet Leben

Claudia Schreiber (21) ist Einsatzfahrerin und Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz Neunkirchen.
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  • Claudia Schreiber (21) ist Einsatzfahrerin und Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz Neunkirchen.
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Wenn in der Rettungsstelle der Pager piepst und ein Buchstaben-Code am Display aufleuchtet – dann geht's zum Einsatz.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Weil sie gerne mit Menschen zusammenarbeitet und ein Interesse an Medizin entwickelt hat, war für Claudia Schreiber klar, wie es bei ihr nach der Matura weitergehen soll: sie wollte zum Roten Kreuz. Der Weg dort hin führte über das "Freiwillige soziale Jahr".
Dabei werden Freiwillige, egal ob Mann oder Frau, nach einmonatiger Ausbildung 10-12 Monate im Rettungsdienst, im Krankentransportdienst oder im Gesundheits- und Sozialdienst eingesetzt. Die 21-Jährige: "Für den Rettungssdienst folgte für mich ein Monat Theorie und ein Monat praktische Ausbildung. Danach hatte ich die Abschlussprüfung." Schreiber ist inzwischen fixes Mitglied der Neunkirchner Berufs-Rot-Kreuz-Familie. Seit eineinhalb Jahren ist sie dabei, erledigt Krankentransporte und arbeitet als Rettungssanitäterin und als Einsatzfahrerin. Aktuell werden in Neunkirchen ein Freiwilliger für Rettungs- und Krankentransport und einer für Gesundheits- und soziale Dienste ausgebildet.

Nicht für schwache Nerven

In ihrem Job ist Claudia Schreiber öfter mit dem Tod konfrontiert als ihr lieb ist. Acht Erwachsenen-Reanimationen musste Schreiber im Rahmen ihres Rot Kreuz-Dienstes bereits durchführen. Leider nicht alle erfolgreich. Umso dankbarer ist sie für jedes Leben, das durch ihre Hände gerettet wird: "Wenn man einen Patienten reanimiert, er weiterlebt und einem dankt. Das ist ein gutes Gefühl."
Ein gewisser Abstand zum Verletzten ist für Rettungssanitäter wichtig. Claudia Schreiber: "Das ist am Anfang sicher schwierig. Aber je öfter man das macht, umso leichter fällt es einem. Man darf Mitleid mit den Leuten haben, aber mitleiden darf man nicht."

Qualifizierte 1. Hilfe

Als Rettungssanitäter ist Schreiber nie außer Dienst: "Es ist gesetzlich so, dass wir – wenn wir privat zu einem Unfall dazu kommen – qualifizierte Erste Hilfe leisten müssen." Gegenüber einem Laien kommt dem Rettungssanitäter dabei natürlich die Erfahrung in der Patientenbeurteilung zu Gute. "Durch den Umgang mit den vielen Menschen bin ich viel selbstbewusster geworden. Und ich bin in meinem Traumberuf angekommen", lächelt die taffe 21-Jährige im Bezirksblätter-Gespräch.

Zur Sache

Das freiwillige soziale Jahr (FSJ) ermöglicht Männer wie Frauen die Mitarbeit im Rettungsdienst, bei Gesundheits- und sozialen Diensten sowie in der Jugendarbeit. Junge Männer können sich das FSJ als Zivildienst anrechnen lassen (Mindestdauer 10 Monate). Infos: www.roteskreuz.at/fsj sowie auf Landesebene unter 059/144-50235 (Bianca Laufenthaler) und fsj@roteskreuz.at

Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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