4,3-Millionen-Euro-Projekt mit gut drei Jahren Bauzeit
Enzenreith rüstet für 100-jähriges Hochwasser

Der Größbach sah beim Fototermin harmlos aus. Doch bei starkem Niederschlag donnert das Wasser nur so durch die Siedlung und sorgt für Überschwemmungen.
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  • Der Größbach sah beim Fototermin harmlos aus. Doch bei starkem Niederschlag donnert das Wasser nur so durch die Siedlung und sorgt für Überschwemmungen.
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Knapp 60 Häuser und eine Firma sind beim letzten großen Hochwasser im Gemeindegebiet Enzenreith abgesoffen. Nach einjähriger Vorbereitungszeit steht nun ein 4,3 Millionen Euro teures Hochwasserschutz-Projekt vor dem Anfang.

Bürgermeister Franz Antoni beim Größbach.

"Die drei Bäche im Gemeindegebiet – der Wiesenbach in Köttlach, der Größbach in Wörth und der Shyrnbach in Enzenreith sind übergegangen und haben alles überflutet", erinnert sich Enzenreiths Bürgermeister Franz Antoni (SPÖ). Das war vor drei Jahren. Seither laufen fieberhaft Bemühungen, eine derartige Hochwasser-Katastrophe künftig abzuwenden.
Denn immerhin standen damals rund 60 Häuser und eine Firma unter Wasser. Antoni im Bezirksblätter-Gespräch: "Wir haben gesagt, wir müssen etwas für die Zukunft machen."
Über die Wildbachverbauung laufen die Vorbereitungen für ein umfassendes Hochwasserkonzept. Antoni: "Die Wildbachverbauung hat alle drei Bäche untersucht, ob die Möglichkeit besteht, die Bäche für ein 100-jähriges Hochwasser umzubauen." Leider lässt sich nur bei einem eingreifen – dem Größbach.

Umfassende Eingriffe

"Und der wird jetzt von der Schwarza bis zum Eintreten in das verbaute Gebiet ausgebaut. Fast alle Brücken müssen dafür erneuert werden. Das sind riesige Bauarbeiten. Wir planen seit über einem Jahr. Die Kosten werden bei 4,3 Millionen Euro liegen, wovon die Gemeinde ca. 26 Prozent tragen muss", skizziert der SPÖ-Ortschef. Alle betroffenen Anrainer konnten von der Notwendigkeit der Arbeiten im Interesse der Sicherheit überzeugt werden. Denn hätte einer "Nein" gesagt, wäre das Hochwasserschutz-Projekt vermutlich gescheitert.

Die Verfahren laufen

Aktuell laufen alle dafür nötigen Behördenverfahren. "Wir werden voraussichtlich im Herbst alle Genehmigungen haben und wahrscheinlich im Frühjahr 2022 starten", so Antoni. Sieben Brücken müssen im Zuge des Hochwasserschutz-Baus rneuert werden. Ein Abschluss der Arbeiten wird für 2025 anvisiert.

Der Größbach sah beim Fototermin harmlos aus. Doch bei starkem Niederschlag donnert das Wasser nur so durch die Siedlung und sorgt für Überschwemmungen.
Bürgermeister Franz Antoni beim Größbach.

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