"Es geht nicht mehr"

Stefan Koppensteiner ist neuer Bezirksgerichtsvorsteher.
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Zuversichtlich, dass die neuerlichen Sanierungspläne auch wirklich umgesetzt werden, ist Neo-Bezirksgerichtsvorsteher Stefan Koppensteiner. Für den 43-jährigen Richter und die 40 Mitarbeiter würde dadurch eine viel bessere Arbeitsqualität erreicht.

Eine Bezirksblätter-Schlagzeile war, dass das Büro des Bezirksanwalts so groß wie eine Einzelzelle war. Man hört viele kuriose Anekdoten über den Zustand des Gebäudes. Jetzt heißt es wieder, es wird saniert. Das hört man schon lange. Wird das jetzt etwas?
STEFAN KOPPENSTEINER:
Pläne gibt es seit ungefähr 30 Jahren. Mein Vor-Vorgänger Dr. Johannes Sluka hat gesagt wie er angefangen hat, hat es schon geheißen, es wird saniert.

Sie haben ein denkmalgeschütztes Gebäude, dürfen also gar nicht zeitgemäß sanieren. Was geht wirklich?
KOPPENSTEINER: Jetzt, wo das Finanzamt nicht mehr an diesem Standort bleibt, haben wir im Haus zum Glück genügend Platz. Wir sind soweit wie noch nie. Es gibt ganz konkrete Pläne, die derzeit im Justizministerium liegen. Und ich gehe davon aus, dass das jetzt passieren wird.

Woher nehmen Sie die Zuversicht?
KOPPENSTEINER: Auf gut Deutsch es geht nicht mehr, weil Jahrzehnte nicht wirklich was gemacht worden ist.

Woran hat es die letzten 30 Jahre gescheitert?
KOPPENSTEINER:Ich gehe davon aus, dass es Abstimmungsprobleme zwischen den Ressorts gegeben hat. Das Gebäude gehört nicht der Justiz, sondern der Bundesimmobiliengesellschaft. Und die BIG gehört dem Wirtschaftsministerium. Zusätzlich hat das Finanzministerium etwas zu sagen. So gesehen sind es drei Ressorts und es ist offensichtlich sehr schwierig das zu koordinieren und zu akkordieren.

Was sind die wichtigsten Aufgaben, die erledigt werden müssen?
KOPPENSTEINER: Die Erneuerung der gesamten Installationen. Die sind ja teilweise viele, viele Jahrzehnte alt. Dann die Barrierefreiheit und Bürgerfreundlichkeit. Wir bekommen ein Servicecenter, wo jetzt das Grundbuch untergebracht ist. Auf der anderen Seite, dort wo das Finanzamt war, kommt ein Trakt mit vier Verhandlungssälen hinein.

Der Zeitplan für den Umbau?
KOPPENSTEINER:Wir sollen im März umziehen und etwa zwei Jahre im Ausweichquartier im ehemaligen Polytechnikum in Neunkirchen (ehem. NSW-Verwaltungsgebäude – Anm. d. Red.) bleiben. Da werden schon die Mitarbeiter von Gloggnitz dabei sein. Wir haben dann zwei Verhandlungssäle. Das wird für die allermeisten Sachen reichen.

Sie sehen in der Sanierung ein "Ordnung schaffen".
KOPPENSTEINER: Es wird im ersten Stock einen zentralen Familienrechtsbereich geben. Wir werden schauen, dass wir hier Richter, Rechtspfleger, Kanzlei beisammen haben, damit sind die Wege für die Parteien sehr kurz sind. Was mir auch wichtig ist: Ein kindgerechter Wartebereich mit Kinderspielecke.

Bleiben die Einschusslöcher?
KOPPENSTEINER: Letzte BIG-Information war, dass um 6 Millionen Euro saniert wird. Die Fassade wird jedoch nicht saniert, sondern gereinigt. Es darf kein Vollwärmeschutz aufgebracht werden. Ob es erlaubt ist, diese Einschusslöcher, die kolportierterweise auch geschützt sind, zuzumachen, weiß ich nicht. Ich denke es gibt schon ein berechtigtes Interesse, dieses Gebäude, das für eine sehr dunkle Zeit in Österreich steht, zu erhalten. Der Denkmalschutz hat seine Berechtigung und natürlich hat die Verwendung als Gericht ihre Berechtigung.

Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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