Falsche Freunde: Wie Ternitzer zu den Brandstiftern kam

Markus Müller hing mit den falschen Freunden ab. Jetzt tut es ihm leid.
  • Markus Müller hing mit den falschen Freunden ab. Jetzt tut es ihm leid.
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, er würde es tun: jener Jugendliche, der dabei war, als seine "Freunde" in ein Bürogebäude am Ternitzer Werksgelände einstiegen, um zu zündeln – aus Spaß. Die Bezirksblätter machten das Video über die Jugendlichen öffentlich, die ungeniert mit dem Feuer spielten und eine Katastrophe herauf beschworen. Aber wie kam's?

Suche nach Anschluss

Der 15-Jährige kam in Begleitung seiner Eltern am 19. Dezember in die Bezirskblätter-Redaktion, um reinen Tisch zu machen.
Er ist schüchtern. Meist spricht die Mutter für ihren Sohn, erntet aber immer Zustimmung von dem Teenager. Markus Müller (Name v. d. Red. geändert) erzählt, dass er auf der Suche nach Freunden gewesen ist. "Dabei ist er an diese polizeibekannten Jugendlichen gekommen. Bis vor drei Wochen hat er sie noch gar nicht gekannt", schildert Markus Mutter.
Anfangs hingen die Teenager nur gemeinsam im Park ab. Aber dann gingen die Jugendlichen in das leerstehende Bürogebäude am Ternitzer Werksgelände – und zündelten. Markus hat das fragwürdige Treiben mit der Handycam festgehalten. "Dabei hat er gemerkt, dass es ein Fehler war, sich mit diesen Jugendlichen einzulassen", ist sich die Familie einig. 
"Nach dem Vorfall in dem Gebäude hat Markus den Kontakt mit den anderen abgebrochen. Ein paar Tage danach hat er sich mir anvertraut", so seine Mama zu den Bezirksblättern.
Aus Angst vor Konsequenzen hatte Markus geschwiegen und die erste Brandstiftung nicht der Polizei gemeldet.

Der Großalarm

Nur wenige Tage später hieß es Großalarm für die Feuerwehren. In dem Bürogebäude brannte es abermals. Doch dieses Mal gerieten die Flammen außer Kontrolle. Es war wieder Brandstiftung, wie die Polizei ermittelte.

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Jugendliche gefasst

Anhand des Videos von Markus Müller  kam die Polzei den übrigen Jugendlichen auf die Spur, die für den Großbrand in dem Büro verantwortlich sein sollen. Wie die Bezirksblätter berichteten, soll dieser Brand "zufällig" beim Zigarettenrauchen entstanden sein.

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Bittere Konsequenz

Für Markus Müller hatte das Abhängen mit seinen falschen Freunden herbe Konsequenzen. er verlor seinen Ausbildungsplatz und wird öffentlich angefeindet. Ein kleiner Lichtblick: zumindest die Ermittlungen der Polizei gegen ihn wurden eingestellt. Was Markus aus dem Vorfall gelernt hat? "Dass ich mir meine Freunde künftig genau anschaue und nicht allen vertraue." Markus hofft inständig, dass er nach diesem einen, schweren Fehler eine zweite Chance im Leben bekommt.

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