"I hau di nieder": Notorischer Schwarzfahrer soll Zugbegleiter bedroht haben

Der Angeklagte Schwarzfahrer zwischen Staatsanwaltschaft und Richter.
  • Der Angeklagte Schwarzfahrer zwischen Staatsanwaltschaft und Richter.
  • hochgeladen von Peter Zezula

Für Zugbegleiter, gehören sie zum unangenehmen Alltag: Die Schwarzfahrer. Einmal mit Vorteilsticket, dafür ohne Ausweis, dann wieder umgekehrt - wenn dann noch zumindest verbale Aggressivität der "Erwischten" dazu kommt, dann kann es wirklich belastend für die ÖBB-Bediensteten werden.

"Ich hau dir in die Goschn"

Der Eisenstädter Josef K. (23) ist so ein unangenehmer Zeitgenosse. Das steht fest. Im Vorfeld wurde er auf der Südbahnlinie zwischen Mürzzuschlag und Wien bereits zwei Mal von Zugbegleiter Manfred S. (44) beim Schwarzfahren ertappt, mit der Warnung, dass er beim nächsten Mal den Zug verlassen muss.

Am 22. Februar 2017 war es dann soweit: K. wieder ohne gültigem Fahrschein, und so machte S. seine Androhung wahr und verwies ihn am Payerbacher Bahnhof des Zuges. Der Vorfall endete mit einer angeblichen gefährlichen Drohung ("Ich hau dir in die Goschn") und schließlich mit einer Polizeiniederschrift am Neunkirchner Posten.
Zwei Tage später ein ähnlicher Vorfall am Neustädter Bahnhof. Wieder der Verweis aus dem Zug, wieder die verbalen Drohgebärden. Wieder Einvernahme am Polizeiposten.

Diese beiden Vorfälle wanderten aufs Landesgericht (Richter Erich Csarmann), der Vorwurf im Justizdeutsch: "Aggressives Bedrohen des Zugbegleiters mit Schlägen ins Gesicht".K. zeigte sich nicht wirklich geständig, er habe nur "Oaschloch oder solche Sachen gesagt", denn "I bin a Zurnpinkerl". Er habe weder aufgerieben noch mit Schlägen gedroht.

Die Verhandlung musste zur Einvernahme eines weiteren Zugbegleiters vertagt werden.

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