LICHT AM HORIZONT? - GEDANKEN ZUR KRISE

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(Beitrag übernommen von SCHWARZATALER-Online, Diakon Christian Kainrath)

Wenn man die Nachrichten im Fernsehen und Hörfunk verfolgt und dazu noch die vielen Zeitungsartikel zum Thema "Krise" studiert, so gewinnt man einen kleinen - wirklich nur sehr kleinen - Überblick, welche Auswirkungen die derzeitige Krise hinterlässt.

Es wird viel über die Ursachen gesprochen, über die Maßnahmen die schmerzlich gesetzt werden müssen und im selben Atemzug wird ein vorsichtiger Zweckoptimismus verbreitet, der das Ende der Krise vielleicht bald in Aussicht stellt. Nur nebenbei bemerkt, kein Mensch kann auch nur irgendwie vorhersagen, welche Dynamik die gegenwärtige Krise annehmen wird.

Kaum bis wenig hört man etwas von den vielen Millionen Menschen, vielleicht kann man von Milliarden Menschen reden, die von der Krise direkt oder kollateral betroffen sind. Es redet sich ja immer so leicht, wenn es um die Betroffenen, die anderen Betroffenen (nicht um mich persönlich) geht, aber wir tun gut daran, wenn wir die Schicksale der anderen an unser Herz heran kommen lassen.

Denn das Überleben oder ein menschenwürdiges Leben wird künftig weniger von der Versorgung des Staates gewährleistet werden können, als von der Hilfsbereitschaft aus dem privaten Bereich. Man bedenke, dass man in Griechenland nach einem Jahr Arbeitslosigkeit keinerlei finanzielle Unterstützung vom Staat bekommt und damit bitterste Armut vorprogrammiert ist. Wohin fließt eigentlich all das viele Geld, das auch wir mit bezahlen? Hat das notleidende Volk denn gar nichts davon?

Bei den Griechen zum Beispiel geht es mittlerweile nicht mehr um Verzicht oder um Einschränkungen, so nach dem Motto „schnallen wir den Gürtel halt ein wenig enger“, nein hier geht es ums nackte Überleben. Mir ist es echt schaurig geworden, als ich mir vorstellte, wie es mir in so einer Situation mit meiner Frau und meinen drei Kinder gehen würde, und griechische Zustände sind auch in Österreich denkbar, bzw. waren diese ja schon einmal da.

Solche fiktive Vorstellungen gehören sicher nicht zu den angenehmsten im Leben und sind dennoch wichtig für uns alle. Sie schärfen den Blick für die Bedürfnisse des Nächsten, wenn man sich darauf einlässt, denn dann werden wohl in jedem verantwortungsbewussten Menschen Engagement, Hilfsbereitschaft, Mut, Einfallsreichtum, etc. geweckt werden, um die Krise und ihre Auswirkungen schon in unserem unmittelbaren Umfeld wirksam zu bekämpfen.

Alle Systeme, die wir Menschen uns erschaffen haben, sind so gut wie unsere Werte, die wir damit verbinden. Und die gelebten Werte sind der innerste Kern, also das Fundament, für alle Systeme. Ich bilde mir nicht ein, die vielen zusammenhängenden Faktoren der Krise zu kennen, aber ich bin mir sicher, dass es viele Ursachen gibt, welche die derzeitige Situation bedingen.

Und diese sind uns allen nur zu gut bekannt: Habgier, Macht, Korruption, Mammon, exzessive Ergötzung am Wohlstand und dergleichen.

Heute sagt man allerdings anders dazu und Begriffe wie Gewinnoptimierung, Monopolisierung, Wettbewerbsverdrängung, Konsum, Bedürfniserzeugung - für Dinge die man eigentlich gar nicht bräuchte - klingen doch eigentlich ganz harmlos.

Aber all dies sind eigentlich "Werte", vor denen uns Gott ganz ausdrücklich warnt. (vgl. z.B. in der Bibel 1. Brief von Timotheus Kapitel 6, Vers 9-10)

Wenn wir ehrlich sind, haben wir alle in diesen Systemen mitgespielt und vielleicht auch davon auf Kosten anderer profitiert, und tun es vielleicht immer noch. Ich bin daher davon überzeugt, dass der Schlüssel zur der Überwindung der Krise nicht in politischen oder wirtschaftlichen Hilfsmethoden alleine zu finden ist, sondern in einer persönlichen Veränderung der Menschen, also in jedem einzelnen von uns.

Ich hoffe für uns alle, dass es uns gelingt, sicher einfacher wird es sein, wenn wir uns wieder auf Gott und die wahren Werte besinnen!

Denn eine der Hauptursachen und Mitschuld an der derzeitigen Krise liegt darin, dass wir Gott beiseite geschoben haben. Wir brauchen ihn nicht mehr, er ist nicht mehr zeitgemäß und nun haben wir logischerweise unter den Auswirkungen zu leiden.

Das muss aber nicht sein und es ist auch noch nicht zu einer Korrektur zu spät! Ich wünsche allen den Willen und die Hilfe von oben dazu, bei sich selbst zu beginnen!

Christian Kainrath
Diakon aus Ternitz

Autor:

Günther Schneider aus Neunkirchen

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