Lieber Harry D., du hattest ja so recht

Waren Sie in der Fahrschule? Ja? Dann ist Ihnen sicherlich der Vertrauensgrundsatz noch ein Begriff. Sinngemäß darf man darauf vertrauen, dass sich die Verkehrsteilnehmer richtig verhalten (ausgenommen beeinträchtigte oder behinderte Menschen und Kinder). Mein geschätzter Fahrschullehrer, Harry D., ergänzte anno 1995 den Vertrauensgrundsatz gerne mit dem Nebensatz: "Man darf darauf vertrauen, wenn man sich davon überzeugt hat."
Das Vertrauen in andere Verkehrsteilnehmer schwindet allerdings zusehends, wenn man die Radfahrer im Bereich der Neunkirchner Urbanbrücke oder der Eisernen Brücke beobachtet. Dort wird ganz unbeirrt gegen die Einbahn gestrampelt. Dabei weisen zumindest vor der Urbanbrücke wenigstes fünf Verkehrsschilder darauf hin, dass hier die "Einfahrt verboten" ist. Das mag für den Großteil der Radler ohne Konsequenzen – also ohne Strafzahlungen – bleiben. Riskant ist ein solches Fahrverhalten aber alle Mal.

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