"Mein Mandant hatte kein Motiv"

DDr. Michael Dohr verteidigt den Peischinger.
  • DDr. Michael Dohr verteidigt den Peischinger.
  • Foto: Gerhard Buchacher
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ein bislang unbescholtener Peischinger (59) wurde als Verdächtiger im Mordfall der Neunkirchnerin Frieda L. (70) verhaftet. Die Pensionistin wurde im Oktober des Vorjahres leblos und blutüberströmt kniend in ihrer Wohnung in der Triesterstraße aufgefunden.


Inzwischen wurde der Wr. Neustädter Anwalt DDr. Michael Dohr als Verteidiger für den 59-jährigen Tatverdächtigen – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – engagiert.
Nach Gesprächen mit seinem Mandanten steht für den Juristen fest, dass F. kein Motiv hatte, denn das Opfer wurde mit über 30 Messerstichen ermordet: "Das spricht für eine Beziehungstat, das wird Ihnen jeder Psychiater bestätigen."

So soll F.'s DNA an den Tatort gelangt sein

Wohl aber vertraute F. seinem Anwalt an, dass er beim Verlassen seiner früheren Freundin die offene Wohnungstür bei Frieda L. bemerkt und nachgesehen habe. Er berührte die Leiche auch, was F.'s DNA-Spuren am Tatort erklären soll. Warum er seinen grausigen Fund nicht der Polizei mitgeteilt hat? "Haben Sie schon einmal eine blutüberströmte Leiche gefunden? Er fürchtete, dass der Verdacht sofort auf ihn fällt", argumentierte F.'s Anwalt.

Kein Motiv, kein Mord

Auch, dass der 59-jährige Peischinger verhaftet wurde, sei ein Schockerlebnis gewesen, weshalb er nach der Verhaftung anfänglich geschwiegen habe.
Dohr zeigt sich in dem Fall zuversichtlich: "Kein Motiv, kein Mord."

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