Minister Leichtfried schaute in die Röhre

Verkehrsminister Jörg Leichtfried war von der Leistung der Mineure beeindruckt.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN (ws.) Großer Bahnhof auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels in Gloggnitz in der Vorwoche. Infrastrukturminister Jörg Leichtfried informierte sich bei seinem Besuch auf der Baustelle über die Fortschritte rund um das gigantische und immer wieder heftig umstrittene Eisenbahnprojekt.
Die Mineure haben sich von Gloggnitz aus bisher zwei Kilometer in den Berg gebohrt und so weit ging auch die Fahrt des Ministers in den Berg. Die Feuchtigkeit im Berg und die Wärme, die die Maschinen entwickelt, machen die Arbeit im Berg für die Männer ziemlich anstrengend. Entsprechend beeindruckt zeigte sich der Minister nach der schweißtreibenden Tour in den Berg: "Ich bin beeindruckt von der technischen Dimension des Bauwerkes und der Leistung der Mineure im Berg."

Mehr als zwei Kilometer haben sich die Arbeiter von niederösterreichischer Seite in den Berg gesprengt und gegraben. Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie hat sich von Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur, über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren und die Baustelle zeigen lassen.
Von mehreren Baustellen und Zugängen aus wird der Semmering-Basistunnel gebaut. Bundesminister Jörg Leichtfried hat den Arbeitern gemeinsam mit ÖBB-Vorstandsdirektor Franz Bauer über die Schulter geschaut und sich vom Fortschritt des Tunnelprojektes überzeugt.

„Die Mineure hier in Gloggnitz leisten unerlässliche Arbeit unter teilweise schwierigsten Bedingungen. Dafür spreche ich ihnen meinen Dank aus. Die Südstrecke ist die Lebensader der heimischen Wirtschaft, der Semmering-Basistunnel ihr Herzstück. Mit jedem Meter Tunnel, den die Mineure hier in Gloggnitz graben, kommen wir unserem Ziel ein Stück näher: kürzere Fahrzeit für die Fahrgäste, mehr Wertschöpfung bei den Betrieben und neue Arbeitsplätze in der Region“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried beim Besuch der Mineure in Gloggnitz und Vorstandsdirektor Franz Bauer unterstreicht die positiven Effekte für die Region: „Wir haben zu Spitzenzeiten auf allen Baustellen 1.200 Personen im Einsatz. Zählt man Planungsbüros und Lieferanten dazu, profitieren während der Bauzeit rund 4.500 Personen vom Projekt Semmering-Basistunnel. Die besten Techniker und Mineure sind bei diesem Jahrhundertprojekt, das technisch äußerst herausfordernd ist, im Einsatz.“

Es dauert zwar noch neun Jahre bis die ersten Züge durch den 27 Kilometer langen Tunnel fahren, die Arbeiten sind aber in allen Abschnitten längst voll angelaufen. Von Gloggnitz aus werden bereits die eigentlichen Tunnelröhren gebaut. Auf den anderen Baustellen, in Göstritz (Schottwien, NÖ), Fröschnitzgraben und Grautschenhof (beide Spital/Semmering, Stmk.) errichtet man Zugänge, die Menschen, Materialen und Maschinen tief ins Innere des Berges befördern. Der Großteil des Tunnels wird „in Handarbeit“ im klassischen Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Durch ein Drittel des Tunnels fräsen sich Tunnelbohrmaschinen, die ihre Arbeit im Frühjahr 2018 aufnehmen werden.

Semmering-Basistunnel

Der rund 27 km lange Semmering-Basistunnel bringt mehr Reisequalität für die Fahrgäste und erhöht die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs deutlich. Ab 2026 reisen Fahrgäste umweltfreundlich und sicher mit der Bahn in weniger als zwei Stunden von Wien nach Graz. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Güterverkehr energieeffizient auf der neuen Strecke abgewickelt. Was bisher auf der Weststrecke mit attraktiven Fahrzeiten und dichten Zugintervallen erlebbar ist, wird bald auch auf der Südstrecke umgesetzt. Durch den Semmering-Basistunnel wird die Bahn nun auch auf der Nord-Süd-Verbindung Österreichs zum Auto und zum Lkw konkurrenzfähig.

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