Noch immer keine Spur von Wastl

3Bilder

WIENER NEUSTADT/LANZENKIRCHEN. Ohne Geld, Kleidung und Pass ist Heidrun Wastl vor elf Jahren verschwunden. Seit dem 28. September 2001 fehlt jegliches Lebenszeichen von der Kindergartenhelferin.
Bis zur Vorwoche. Seit Dienstag sucht die Polizei in Ofenbach nach den sterblichen Überresten der vermissten Mutter. Das „Cold Case"-Management des Bundeskriminalamtes hat eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Die Beamten untersuchen das mysteriöse Verschwinden von Wastl seit mehreren Monaten.
In der Nacht auf Dienstag dann der Knalleffekt. Der 41-jährige Erich W. wurde verhaftet. Er war es auch, der Wastl als Letzter lebend gesehen hat. Der Tischler war am Tag des Verschwindens im Haus, um eine Stiege abzumessen. Schon nach dem Verschwinden galt er als verdächtig. Die Polizei konnte ihm damals nichts nachweisen. Wenige Tage nach dem Verschwinden tauchte ein Abschiedsbrief der Vermissten auf. Ein Jahr lang war der Ursprung des Briefes unklar. Erst danach fand ein Sachverständiger heraus, dass das Schreiben fingiert war und von dem Bautischler stammen dürfte. Erich W. bestätigte den Brief. Er wollte nur von sich ablenken, verteidigte sich der Tischler damals.

Unfall oder Mord
Jetzt dürfte der 41-Jährige seinen jahrelangen Mantel des Schweigens gebrochen haben. Bei den Einvernahmen durch die Polizei sprach er anscheinend erstmals von einem Unfall. Wastl sei nicht ermordet worden, sondern unglücklich gestürzt. Bei einem Waldspaziergang soll sie mit dem Kopf gegen einen Stein geprallt sein. In Panik habe er die Sterbende liegen gelassen. Die Polizei kann dieser Version nichts abgewinnen. Sie geht von einer Beziehungstat aus.
Gerade in Sachen Unfallort verstrickt sich der Tischler immer wieder in Widersprüche. Diese lassen nun die Exekutive reagieren. Die Strategie der Suche wird geändert. "Das Suchgebiet ist ca. 50 Hektar groß - das entspricht etwa 100 Fußballfeldern. Eine Spezialgruppe wird das Gebiet nun in Sektoren unterteilen und in diesen wird dann gezielt gesucht", erläutert Mario Hejl, Bundeskriminalamt.
Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Zwei Wochen bleibt der Beschuldigte nun mal hinter Gittern, dann steht die erste Haftprüfung an.

Autor:

Bianca Werfring aus Mattersburg

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.