Vorsicht, falsche Polizisten rufen Sie an
Siedingerin warnt vor gerissenen Betrügern

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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Die Siedingerin Josefa Graf bekam einen Anruf eines besorgten "Polizisten", der sie über ihre Vermögensverhältnisse ausfragte. Die 68-Jährige warnt: "Das sind Profis und wirken sehr glaubwürdig."

Das Telefon von Josefa Graf läutete. "Eine unterdrückte Nummer rief an und es meldete sich jemand, der sich als Polizist ausgab", schildert die Siedingerin im Bezirksblätter-Gespräch und betont, dass der Anrufer völlig akzentfrei, professionell und Vertrauen erweckend wirkte. Die 68-Jährige: "Ich war wirklich überzeugt, dass ich mit der Polizei rede."

"Polizist" tischte Räuber-Pistole von Ost-Bande auf

Aufgrund seines überzeugenden Auftretens gelang es dem Anrufer, der Siedingerin einige Informationen zu entlocken. Davor tischte der "Polizist" Josefa Graf ein Märchen auf. "Er behauptete, in der Thanner-Straße sei eingebrochen worden." Bei den Tätern handle es sich angeblich um eine osteuropäische Gruppe. "Zwei wären gefasst worden, andere seien aber entkommen. Und bei einem Täter habe man Notizen mit meiner Adresse und meinem Namen gefunden", so die Siedingerin zu den Bezirksblättern.

Vermögenssituation ausgefragt

Auf diesen "Notizen" baute der falsche Polizist auf. Demnach stünde darin, dass eine größere Menge Gold, ein Tresor und Bargeld im Haus wären. "Und auch, dass ich alleinstehend wäre, was nicht stimmt. Unbeirrt meinte der Polizist, dass das aber in den Notizen stehe." Verdacht schöpfte Graf erst gegen Ende des Gesprächs, als er sich nach dem Bankschließfach und dem Kontostand erkundigte. "Ich sagte dann zu ihm, wer sagt mir, dass er ein Polizist ist. Da meinte er, seine Chefin spricht gerade, aber ich könnte ja dann nochmal anrufen", so Graf. Und das tat sie auch. Mit Chefin bezog sich der "Polizist" auf die Neunkirchner Polizei-Kommandantin. Als die Siedingerin bei der echten Polizei nachfragte, hieß es, kein Kollege habe bei ihr angerufen. Und auch die Geschichte mit dem Einbruch in der Thanner-Straße wäre erstunken und erlogen.

Zur Anzeige geraten

"Der klassische Polizei-Trick", so Peter Beisteiner, Sicherheitskoordinator der Polizei im Bezirk, der empfahl, Anzeige zu erstatten.

Peter Beisteiner warnt davor, über die Vermögenssituation mit "Polizisten" zu sprechen.

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