Seebenstein/Wiener Neustadt
UPDATE: Urteil im Fall Brigitta Stangl und "A.P.F.E.L" gegen Steinthal ist da

Rainer Adami (l.), Geschäftsführer der Steinthal-Deponie vor der Tagsatzung mit seinem Anwalt.
  • Rainer Adami (l.), Geschäftsführer der Steinthal-Deponie vor der Tagsatzung mit seinem Anwalt.
  • Foto: Bezirksblätter
  • hochgeladen von Theres Stangl

BEZIRK NEUNKIRCHEN. David gegen Goliath – oder auch Brigitta Stangl und der Verein A.P.F.E.L (Arbeitsgemeinschaft Pittental für Einwandfreien Lebensraum) gegen die Steinthal-Deponie. Der jahrelange Disput im Interesse der Umwelt war nun Gegenstand eines Gerichtsverfahrens.

Rainer Adami (l.), Geschäftsführer der Steinthal-Deponie vor der Tagsatzung mit seinem Anwalt.
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  • Foto: Bezirksblätter
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Kurz zusammengefasst behauptete Brigitta Stangl in einem Flugblatt, das ihr Verein herausgegeben hatte und in verschiedenen Interviews Dinge über die Steinthal-Deponie, für die sie keine Beweise hat.

Unterlassungsklage

Dem schob die Steinthal-Deponie einen Riegel vor, und erwirkte eine Unterlassungsklage. Darüber wiederum berichteten die Bezirksblätter und ein anderes Wochenmedium.
Soweit so gut. Die Steinthal-Deponie erwartet aber auch, dass Stangl einen Widerruf in dem reichweitenstärksten Bezirksmedium, den Bezirksblättern Neunkirchen (Wert: rund 35.000 Euro), tätigt. Die Bezirksblätter berichteten über diese Entwicklung im Februar dieses Jahres (mehr dazu hier).

Reporter befragt

Dann wurde es ganz still um Stangl. Umso erstaunter war die Redaktion, als sie sich auf der Zeugenliste in dem Streitverfahren am Landesgericht Wr. Neustadt wiederfand.
Denn – so sollte sich bei der Tagsatzung am 20. Juli unter Vorsitz von Richter Peter Wöhrer herausstellen – Stangl gab in einer vorangegangenen Anhörung an, gewisse Aussagen, die sich in der Berichterstattung beider Wochenzeitungen wiederfanden, nie getätigt zu haben. Umso überraschender war, dass Stangl am 20. Juli zumindest bestätigte, sie sei in der Bezirksblätter-Berichterstattung korrekt zitiert worden.

Keine Beweise für Behauptungen

Wie der Richter durch gezieltes Nachfragen bei Brigitta Stangl erkennen musste, hatte die umweltverbundene Sauternerin keine Beweise für strittige Behauptungen; etwa, dass radioaktiver Müll oder verseuchte Schlacken aus Ternitz in der Steinthal-Deponie landen würden.  
Richter Wöhrer wollte unter anderem erfragen, wie Stangl auf ihre Behauptungen gekommen sei: "Ist man mal mit dem Geigerzähler hingegangen und hat geschaut ob radioaktiver Abfall dort ist?"
Aber das musste Stangl verneinen.
Rainer Adami, seit 2015 Geschäftsführer der Steinthal-Deponie bestätigte ebenfalls, dass derartiger Abfall nicht in der Deponie lande. 
Auf die Befragung weiterer Zeugen wurde verzichtet.

Urteil liegt vor

Das Gericht bekannte Brigitta Stangl und den Verein A.P.F.E.L. für schuldig.

Starke Sprüche aus der Tagsatzung

Beklagte: "Wir haben versucht von den Behörden antworten zu bekommen aber es ging nicht."
Richter: "Das versuche ich auch von ihnen, aber ich schaff es nicht."

***

Anwalt: "Tschuldigung, Herr Kollege, das sind Suggestivfragen. Wollen sie ihr nicht gleich sagen was sie sagen soll? Das wäre viel einfacher."

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