Drogenausstieg
Vater warnt vor Drogen-Clique

Karl Leitner warnt via sozialen Netzwerken vor einem mutmaßlichen Drogendealer, der seine Tochter belästigte.
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  • Karl Leitner warnt via sozialen Netzwerken vor einem mutmaßlichen Drogendealer, der seine Tochter belästigte.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ternitzerin (18) schaffte den Ausstieg aus der Drogen-Partie. Doch das Kapitel ist noch nicht ausgestanden.

"Ich kannte meine Tochter plötzlich nicht mehr. Sie schmiss ihre Ausbildung für Kosmetik und Fußpflege, log mich wegen der Berufsschule an und veränderte sich", erzählt Karl Leitner.
Der Berufskraftfahrer und seine Frau beobachteten die Veränderungen ihrer Tochter mit Sorge.

Große Gruppe Jugendlicher

Leitner bewies detektivische Fähigkeiten; stoppte ab, wo seine Tochter mit welchen Leuten zusammen kam. "Diese Clique ist groß. Alleine im Raum Ternitz, Gloggnitz zählt sie mindestens zwölf Leute. Mit der Wr. Neustädter Partie kommen noch einmal zehn dazu."
Dass die komplette Gruppe Drogen konsumiert, bestätigte Leitners Tochter, nachdem ihr klar geworden war, wie ihre tollen "Freunde", darunter auch ihr "Ex" aus der Clique ticken.

"Die Drogen werden in Pizzakartons und Kebapschachteln geliefert."
Karl Leitner, Vater aus Ternitz

Auch wie die Drogen verteilt werden, erzählte sie. „Sie werden in Pizzakartons und Kebap-Schachteln direkt in ihren Treffpunkt, ein Lokal in Gloggnitz, geliefert“, berichtet Karl Leitner. Der 57-jährige Ternitzer will zudem in seiner Funktion als Busfahrer Drogendeals im Bahnhofsbereich Wr. Neustadt wahrgenommen haben und passte einen Mann am Eislaufplatz Ternitz ab, der seiner Tochter Drogen verkaufen wollte.
Der 57-jährige Ternitzer zu den Bezirksblättern: "Seit ihrer letzten Berufsschule (September 2018 - Anm. d. Red.) ist sie weg von den Drogen. Sie hat einen Mann kennengelernt, der ihr Rückhalt gibt."

Auf die Schwester aufpassen

Ausgestanden ist dieser Alptraum aber dennoch nicht. „Die aus der Clique haben Schiss, dass sie alle bei der Polizei verpfeift“, so Leitner. Das war der Zeitpunkt als es mit den Drohungen anfing. "Die ältere Schwester meiner Tochter wurde vorm Supermarkt von ein paar Typen aus der Clique abgepasst. Der Wortlaut war, sie soll lieber auf die kleine Schwester aufpassen‘ und wir werden schon noch sehen, was sie davon hat, dass sie jetzt mit dem anderen zusammen ist." Die jüngste Tochter der Familie hatte am Nachhauseweg von der Schule ein besonders erschreckendes Zusammentreffen mit dem Rädelsführer der Clique.

Zu wenig konkret

"Er ist mit dem Auto auf unsere Tochter zugefahren und erst im letzten Moment ausgewichen", schildert Leitner aufgeregt. Für den Familienvater ein klarer Fall von Drohung. – Anzeige bei der Polizeiinspektion Ternitz wegen gefährlicher Drohung (§ 107 StGB) folgte. Aus Gründen, die Leitner nicht nachvollziehen kann, wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft jedoch eingestellt. "Weil keine konkreten Drohungen fielen. Auch die Erhebungen wegen §107a (beharrliche Verfolgung – Anm. d. Red.) wurden eingestellt, weil diese nicht konkret genug waren, so Staatsanwalt Erich Habitzl.
Der Familienvater ist nun sensibilisiert. Er machte der Clique unmissverständlich klar, dass er seine Familie beschützen wird.

Karl Leitner warnt via sozialen Netzwerken vor einem mutmaßlichen Drogendealer, der seine Tochter belästigte.
Der Vater ist besorgt, zumal die Clique nach wie vor besteht.

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