Wildunfälle
Vorsicht, Wild!

Jäger Gottfried Pinkl und Bezirksjägermeister Johann Schwarz apellieren für besondere Vorsicht in der Dämmerung.
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  • Foto: Foto: Eva R.
  • hochgeladen von Eva R.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Erschreckend: Mindestens 30.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Wildunfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken, setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf optische Warnmelder, Duftzäune und die Sensibilisierung der Fahrzeuglenker.

Hohes Risiko

Besonders im Frühling und Herbst kommt es zu vermehrtem Wildwechsel. Vor allem in der Dämmerung und in der Nacht passieren Unfälle. Ein weiteres Risiko ist die Zunahme des Straßenverkehrs. "Wenn der Wildstand zu hoch ist bzw. der natürliche Lebensraum des Wildes eingeschränkt wird, kommt es zu vermehrten Wildunfällen," informiert Hubert Dissauer, Polizeiinspektionskommandant und Jagdaufseher in Ternitz-Sieding. "Im gesamten Bezirk wurden in Zusammenarbeit des NÖ Jagdverbandes und der Boku Wien Reflektoren an den Leitplanken angebracht, die effektiv sind. Besonders gefährliche Stellen für Wildwechsel sind die B26, die B54, die Blätterstraße und die B17. Im vergangenen Jahr wurden zum Beispiel rund 20 Wildschweine auf der B17 zwischen Schwarzwirt und ÖAMTC überfahren."

Richtiges Verhalten

Wird ein Wildtier im Bereich der Fahrbahn wahrgenommen, stark abbremsen und das Lenkrad gut festhalten. Keine Ausweichmanöver machen, da sie ein hohes Risiko für Insassen und andere Verkehrsteilnehmer mit sich bringen. Im Falle eines Zusammenstoßes, das Fahrzeug abstellen, die Unfallstelle absichern und eine Erst-Versorgung an eventuell verletzten Personen beginnen. Auf alle Fälle die Polizei und bei Bedarf auch die Rettung verständigen. Wenn das verletzte Tier flüchtet, ebenso die Polizei informieren.

Tipps

Inspektor Hubert Dissauer empfiehlt: "Im Morgen- und Abendgrauen vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit auf mindestens 80 km/h reduzieren, bei dieser Geschwindigkeit kann man den Aufprall durch Bremsen eher verhindern. Fernlicht ausschalten und zusätzlich Hupen. Aufpassen, einem Wildtiere könnten auch weitere folgen, da sie oft nicht alleine unterwegs sind."

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