Bezirk Neunkirchen
Gemeinderatswahl: Wo die Luft extrem dünn ist

2015 wählte Neunkirchens Bürgermeister Herbert Osterbauer mit "Unterstützung" seines Enkerls.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. In der Bezirkshauptstadt matchen sich ÖVP und SPÖ um Platz eins. Auch Puchberg und Höflein werden heiß.

BEZIRK (ws). In der Bezirkshauptstadt bahnt sich ein Wettlauf zwischen ÖVP mit Bürgermeister Herbert Osterbauer und der SPÖ mit Bundesrätin Andrea Kahofer an. Die ÖVP hielt 15 Mandate, die SPÖ 14. Inzwischen verließ Christa Wallner die Roten und gründete ihre eigene Gruppierung. Insgesamt fünf Listen treten in Neunkirchen an.
Osterbauer (ÖVP): "Ich schließe niemanden von der Zusammenarbeit aus, Grün-Türkis hat in den vergangenen zehn Jahren gut funktioniert. Ich habe aber nichts dagegen wenn die SPÖ und die FPÖ auch mitarbeiten möchten. Ich bin guter Hoffnung, dass ich Erster werde."
Kahofer (SPÖ): "300 Stimmen haben ÖVP und SPÖ getrennt. Es dürfte ziemlich spannend werden. Die besten Ideen im Kopf nützen wenig, wenn man die Möglichkeiten zur Umsetzung nicht hat. Eine Zusammenarbeit mit der ÖVP von Bürgermeister Herbert Osterbauer kann ich mir gut vorstellen. Es gibt da ein gutes Einvernehmen."

Neun Stimmen Unterschied

Auch in Höflein wird der Wahlsonntag spannend (SPÖ: 9 Mandate, ÖVP: 6 Mandate). SPÖ-Bgm. Harald Ponwieser: "Es war relativ knapp. Die Bürgerliste hat 2015 das zweite Mandat um zehn, fünfzehn Stimmen verpasst. Wir waren auch relativ knapp am neunten Mandat. Es stimmt, ich habe als Bürgermeister keinen extrem komfortablen Vorsprung. Von der mathematischen Situation her eine Zitterpartie, aber ich zittere nicht. Ich trete an, um Bürgermeister zu bleiben. Wir sind eine der wenigen Gemeinden in denen der Walhkampf kein Kampf ist. Die Devise ist: wahlwerben statt wahlkämpfen. Die besten Ideen sollten gewinnen."
Herausforderer Sepp Schmoll (ÖVP): "Bei den letzten Wahlen waren nur neun Stimmen Unterschied. Wir haben zwar unterschiedliche Positionen, aber keinerlei Kriegereien. Unser Fokus liegt im Bereich des Bauhofes. In einigen Jahren dürfte ein interessantes Objekt frei werden, das sich für eine Nützung als Bauhof anbietet."

Heiß umstrittenes Puchberg

In Puchberg hält die SPÖ um Florian Diertl elf Sitze im Gemeinderat. Die ÖVP besetzt derzeit neun Sitze und schickt Hannes "Ax" Jägersberger ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Die FPÖ ist mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten. Die neue Liste ARGE Puchberg könnte für Spannung sorgen.
Ortschef Florian Diertl (SPÖ): "Bei uns kandidiert heuer eine vierte Gruppe, aber sonst ist alles im Plan. Alle laufen für die Wahl. Ansonsten ist es ruhig. Wir erwarten gespannt den Wahlsonntag." Herausforderer Hannes "Ax" Jägersberger (ÖVP): "Die Stimmung ist gut, ich bin ja Quereinsteiger und es ist erfreulich, dass es überhaupt kein Dirty Compaining bei uns in Puchberg gibt - und das hat mich doch überrascht. Die Leute kommen auf mich zu, sind interessiert. Das ist für mich komplett positiv. Eine kleine Gemeinde wie Puchberg politisch umdrehen ist sehr schwer. Aber würde ich nicht daran glauben, hätte ich mir das gar nicht angetan."

Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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