10.02.2018, 18:57 Uhr

SSC BLACKY BEIM FASCHINGSUMZUG

Dagmar Pfarrer, Faschingsumzug-Organisatorin des Kulturvereins Höflein, Willendorf und Umgebung  bemerkte ihn sofort und nahm ihn gleich in ihren Schutz, denn anfangs hatte er schon etwas Angst, der  vorlaute Rabe Blacky und SCHWARZATALER SOCIAL CLUB Maskottchen, als er den Themenwagen der Willendorfer Jagdgesellschaft sah und Angst hatte, von den wilden Jägern abgeschossen zu werden und im Suppentopf zu landen...

... aber dann führte er schon noch vor dem Fasching-samstäglichen Umzug seine frechen Sprüche. Anspielend auf das grüne Outfit der Jäger hörte sich das in etwa so an: "Eigentlich ist ja die Tracht der Jäger bei Erhalt des Jagdscheins blütenweiß, aber pro Fehlschuss erhalten sie dann immer einen grünen Fleck...und wird die Tracht  schneller sattgrün, als man sich denkt!", sprachs´s und suchte krächzend das Weite, aber nicht ohne sich vorher an zwei süße Rehleins geschmiegt zu haben...

Die Stimmung war ganz einfach schon in der Vorbereitung unbeschreiblich, da gab es z.B. einen Olymp auf Rädern, mit der gesamten griechischen Götterriege, angefangen von Altvater Zeus über einen skatenden Götterboten Hermes bis hin zu mehreren schönen Helenas, Aphrodites, Diana (ohne Menthol aber dafür mit Pfeil und Bogen) und den dazugehörenden göttlichen Ressourcen-Verantwortlichen.

Die Theatergruppe Maria Kirchbüchl feiert im Oktober 2018 Premiere und gibt die griechische Götterkomödie AM OLYMP in einer Welturaufführung zum Besten! Einziger Wermutstropfen: Ouzo hatten sie keinen dabei, aber das darf man sich auch von derart durchgeistigten Wesen nicht erwarten.

Feines Obstler- und Sliwowitz-Aroma vertrieb über dem gesamten Areal die Kälte! So auch von den Themenwägen der Superhelden, aber auch bei den sich endlich outenden Homo-Ehe Kandidaten (Du-a?), die natürlich durch ihre Eigenwärme klar im Vorteil waren, wogegen diese herrlichen Dufterzeuger-Flaschen im Wagen der Hüttenzauber-Fans zum Inventar gehören und Grundnahrungsmittel-Status haben.

Eine mexikanische oder spanische Gruppe fror sich fast das Temperament ab, Tequila ist in der Wirkung eben kein "Unbloachter", wobei es das heimische, leberfeindliche Starkgetränk dennoch schaffte, aus gestandenen, urwüchsigen Willendorfern und Höfleinern, feurige Spanier zu machen.

Der Ritterburg Wagen hatte offenbar eine kleine interne Revolte niederzukämpfen, denn die Rauchschwaden rund um die Burg ließen erahnen, dass vielleicht der Gefangene im Verlies ein kleines Feuerchen entfacht hatte, weil er nicht von Staranwalt Ainedter verteidigt worden war.

Die bedauernswerten, aber tapferen Willendorfer Fußballbuben durften sich altersbedingt nicht von innen her konservieren und "schnabberten" gewaltig, freuen sich aber sichtlich schon auf Ihre Nationalmannschaft-Karriere.

Eine Wandergruppe "die Wandervögel" - nomen est omen - mit Gastwanderer und SSC-Obmannstellvertreter Michl Schwiegelhofer shakten gekonnt und stilecht am Ende des Zuges zum Song "the Wanderer", füllten noch stilechtes Bockerlblut, sprich Zirbengeist in sich ein und strapazierten die teilweise trotz Kälte nackten, aber zirbendurchbluteten Wadeln...

Beim Sprungturmwagen lief es den zahlreichen Zuschauern kalt über den Rücken, als einer nach dem anderen, trotz akuter Knochenbruch- und Verstauchungsgefahr, in das stilisierte Becken sprang, 

Eine ziemlich große Gruppe mit drallen Hühnern und ein paar fetten Hähnen ("a guada Hahn wird aber net fett") demonstrierte vermutlich für artgerechte Haltung, man vermisste jedoch ein Give-Away in Form artgerechten Eierlikörs, vermutlich, weil die Hennen zuvor legeunwillig waren.

Interessant auch die schottische, familienfreundliche Spar-Variante eines Traber-Sulkies, bemannt mit durchwegs winterharten Jockeys. 

Der Musikverein konzertierte im "I´m from Austria" Outfit stolz mit Olympiafahne, wohl in der Hoffnung, möglichst oft die richtige österreichische Bundeshymne in Pyeong Chang zu hören. Trotz trommelfellgefährdender Lautsprecherboxen - jeder Wagen hatte eine Aktivbox und dazu sein eigenes mitgeführtes Stromkraftwerk - konnte man  hören, welcher Marsch gerade geblasen wurde! Keinen störte es, nur dem stark verkühlte Blacky war extrem kalt und er musste eben aus diesem Grund die gastliche Stätte vorzeitig verlassen...

Es gäbe noch vieles zu berichten, vielleicht auch, dass die Feuerwehren von Willendorf und Dörfles, nach dem olympischen Beispiel Nord- und Südkoreas vielleicht sogar zukünftig gemeinsam so manchen Brand (nach dem Brand) in Eintracht löschen werden, das wäre ganz einfach nur schön!

Sehr schön ist auch, dass mit dem Reinertrag die sozialen Projekte des SCHWARZATALER SOCIAL CLUB vom Kulturverein Höflein, Willendorf und Umgebung gefördert werden, wofür allen, die sich dafür eingesetzt haben, herzlich gedankt werden soll. 

   
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