14.11.2017, 00:00 Uhr

Alarmierender Hotspot für Wildunfälle

Jagdleiter Florian Krenauer mit seinem Hund. Er ersucht die Hundehalter nachdrücklich, nicht auf die Leine zu verzichten. (Foto: Krenauer)

Zwischen Blätterstraße, B17 und B54 verendeten 2016 über 100 Tiere. Heuer bereits 15 Unfälle im Jagdrevier Mollram.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. "Wir hatten heuer bereits 15 Wildunfälle im Jagdrevier Mollram. Das ist die Hälfte unseres Jahresabschusses", schildern Florian Krenauer, Jagdleiter und Jagdaufsichtsorgan in der Katastralgemeinde Mollram, und der Jäger Hubert Pajek, der Jagdwirtschaft studiert hat, die Problematik. Als Hotspot für Wildunfälle hat sich der Bereich zwischen Blätterstraße, B17 und B54 herauskristallisiert. "2016 starben hier über 100 Tiere", weiß Pajek. Dass dort dermaßen viel Wild unter die Räder kommt, führen die beiden Waidmänner unter anderem auf eine zu sorglose Hundehaltung zurück.

Beißkorb ist ganz nett

Dazu zählt etwa, wenn Hunde unangeleint über Felder laufen oder im Wald jenseits der öffentlichen Waldwege herumstreifen. Zwar ist es gestattet, Hunde im Freiland ohne Leine zu führen, wenn sie einen Beißkorb tragen.
"Aber ein Beißkorb ist nur zweite Wahl", wissen Krenauer und Pajek. Vor allem im Winter zieht sich das Wild zum Ruhen zurück. Krenauer dazu: "Wenn ein Hund Wild aufscheucht, läuft es davon." Und das dürfte nach Beobachtung von Krenauer und Pajek in der Nähe von Blätterstraße, B17 und B54 zwischen Saubersdorf und Schwarzau am Steinfeld häufig geschehen und zu Kollisionen mit Fahrzeugen führen. "Sogar ein EU-Programm läuft, das Wildunfälle künftig verhindern soll", so Krenauer.
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