17.11.2016, 09:21 Uhr

Bergsteiger aus alpiner Notlage gerettet

Bezirk Neunkirchen (Red.). Bericht und Fotos der Polizei NÖ.

Ein 29-jähriger Wiener wollte am 15. November 2016, gegen 11.30 Uhr alleine von Puchberg, Bezirk Neunkirchen, Schneebergdörfl über den Nandlgrat auf den Schneeberg steigen, um dort zu biwakieren. Gegen 16.45 Uhr konnte er kurz nach der Seilquerung im oberen Bereich auf einer Höhe von va 1850 Metern wegen schlechter Sicht, dichtem Nebel und der hereinbrechenden Dunkelheit nicht mehr weiter und beschloss zu biwakieren. Gegen 21.00 Uhr schickte er einem Freund eine SMS, worin er diesen bat, ihn am nächsten Tag zu helfen, da er sich außer Stande sah, alleine weiterzugehen. Die Nacht verbrachte er dann am Nandlgrat in einem Notbiwak mit Biwaksack und Schlafsack. Am Morgen des 16. November 2016 war es ihm aber auch zu gefährlich, dass er von seinem Freund unterstützt würde, da der Grat tief verschneit war.
Neuerlich schickte er seinem Freund eine SMS mit dem Ersuchen, dass dieser die Bergrettung verständigen möge.
Am 16. November 2016, um 07.00 Uhr wurde die Bergrettung Puchberg sowie die Alpine Einsatzgruppe Süd der Polizei Niederösterreich über die alpine Notlage des 29-Jährigen am Nandlgrat alarmiert.
Da zumindest von einer Unterkühlung des in Bergnot geratenen Bergsteigers ausgegangen werden musste, wurde durch die Bergrettung Puchberg zur Bergung der Person der Notarzthubschrauber ‚Christophorus 3‘ alarmiert. Dieser konnte jedoch aufgrund der herrschenden Wetterlage die Bergung nicht durchführen und flog einige Einsatzkräfte bis zur Edelweißhütte. Der ebenfalls alarmierte Hubschauber des Bundesministeriums für Inneres flog die weiteren Einsatzkräfte bis in die ‚Breite Ries‘.
Der 29-Jährige konnte von den Einsatzkräften unverletzt am Nandlgrat aufgefunden werden und wurde zu Fuß über den Fadensteig zur Edelweißhütte gebracht. Da er für eine Biwak-Nacht demensprechend ausgerüstet war, erlitt er weder eine Unterkühlung noch Erfrierungen.
Im Einsatz standen die Bergrettung Puchberg am Schneeberg, die Bergrettung Grünbach und die Bergrettung Hohe Wand mit insgesamt 12 Mitgliedern sowie 2 Mitglieder der Alpinpolizei.
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