28.11.2017, 22:24 Uhr

Bezirk Neunkirchen will den Nikolaus

Alle drängen sich um den Nikolaus. Die Kleinen freuen sich besonders, wenn der Nikolaus Zuckerl regnen lässt. (Foto: RAXmedia)

Religiöse Feste an Kindergärten stehen unter Kritik. Mehrheit will an Traditionen festhalten.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (bs). Wintermarkt statt Christkindlmarkt, Lichterlfest statt Martinsfeier. Religiöse Bräuche stehen immer öfter im Zentrum der Kritik. Besonders an Schulen und Kindergärten sorgt das Thema für Aufregung. Wir haben Kindergärten im Bezirk Neunkirchen befragt, ob der Nikolaus „Hausverbot“ bekommt oder weiter Geschenke bringen darf.

Freuen sich auf den Nikolaus

Der Nikolaus und sein Kumpel, der Krampus, stehen in unserem Bezirk hoch im Kurs. Allen Panikattacken von Pseudopsychologen und selbsternannten Kulturgutschützern zum Trotz fanden die Bezirksblätter bei der Umfrage in den Kindergärten niemanden, der sich für ein "Hausverbot für den Nikolaus" stark gemacht hätte. Die Neunkirchner Kindergarten-Stadträtin Barbara Kunesch etwa meint: "Nikolausbesuch im Kindergarten, das ist Tradition, da wird nicht gerüttelt, der Nikolaus kommt in unsere Kindergärten. Es ist mir nichts bekannt geworden von den Kindergärtnerinnen, dass es da Widerstände gäbe, nicht von Eltern und nicht von Andersgläubigen."
Und Franz Stix aus Ternitz schlägt in die selbe Kerbe: "Bei uns kommt der Nikolaus in alle Kindergärten, es gab einst unter Stadtrat Schnell etwas Unruhe. Aber das ist schon wieder viele Jahre her."


Kein Nikolo-Gegner in Sicht

Die Gloggnitzer Stadtamtsdirektorin Eva Pauser weiß: "Bei uns kommt der Nikolaus in beide Kindergärten. Die Kinder freuen sich drauf. Die Nikolausgegner finden sich eher in den großen Städten." Und aus dem Reichenauer Rathaus heißt es: "Bei uns gibt es da keine Probleme, mir ist noch kein Gegenwind aufgefallen. Bei uns am Land werden die Traditionen noch gewahrt und der Nikolaus kommt in unsere Kindergärten."
Und was sagt eine Mutter dazu? Zoe A. (31): "Die Zwillinge haben sich schon sehr gefreut, als der Nikolaus in den Kindergarten gekommen ist, das war sowohl in Grafenbach immer ein großes Fest, als auch im Vorjahr, als die Kinder dann in Reichenau in den Kindergarten wechselten."
Übrigens: der heilige Nikolaus lebte um 270 bis 350 in der Südtürkei, war Bischof von Myra, wirkte Wunder und fiel durch seine Hilfsbereitschaft auf.
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