10.10.2017, 00:00 Uhr

Das ist gefährlicher als nächtens laufen

Kommentar zum Kletterunfall in der Nacht.

Wer mich besser kennt, weiß, dass ich derzeit dem Fitness-Wahn verfallen bin. Da gehören nächtliche Lauftouren dazu. Auch (sehr seltene) Abendtouren auf Klettersteige kommen vor. Manche schütteln bei derartigen Aktivitäten in der Dunkelheit den Kopf, meinen das sei zu riskant. Da lächle ich milde. Denn ich weiß, wo meine Grenzen sind. Und natürlich macht die Ausrüstung (reflektierende Jacken, Stirnlampe) viel aus. Was ich aber nicht tun würde, wäre nachts klettern zu gehen. Routinierte Kletterer werden da ebenso milde lächeln, weil deren Grenzen höher liegen. Aber kann man mit Stirnlampen wirklich gut erkennen, wo man am besten die Sicherungen im Fels setzt? Ich sehe das als besonders riskanten Grenzgang mit guten Chancen, zumindest einmal ins Seil zu fallen. Dass so eine Nachtklettertourganz übel ausgehen kann, zeigt der jüngste Unfall auf der Hohen Wand. Gute Besserung der Bergsteigerin.
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