29.09.2017, 00:00 Uhr

Das Tierheim ist voll

21 Hasen, dazu über 100 Katzen und elf Hunde: das Tierschutzhaus Ternitz ist am Limit seiner Kapazitäten angelangt.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ein A4-Zettel am Eingang zum Tierschutzhaus in der Rechengasse 11 macht unmissverständlich klar: Wer nicht mit einem Notfall am Arm kommt, sollte besser wo anders sein Glück versuchen. "Wegen Überfüllung sind wir derzeit nicht mehr in der Lage weitere Hunde und Katzen aufzunehmen. Außer es handelt sich um verletzte Tiere", steht da geschrieben.

Viel zu lange viel zu voll

Wie lange diese Nachricht schon da steht, weiß Elisabeth Platzky, Obfrau des Tierschutzvereins Schwarzatal und Leiterin des Tierschutzhauses, selbst nicht mehr. Schon eine gefühlte Ewigkeit. Mit Schuld an der Überfüllung ist unter anderem falsch verstandene Tierliebe. "Da war eine Organisation aus dem Pittental, die wollte 100 Hunde aus Serbien retten", so Platzky. Wie viele es geworden sind, weiß die Tierfreundin nicht, wohl aber, dass das unüberlegte Einführen von Tieren Probleme verursacht: "Heikel wird es, wenn Tiere unter Quarantäne gestellt werden müssten, weil im Herkunftsland Tollwut herrscht – wie in der Ukraine zum Beispiel." Diese und Tiere aus dem Ausland, die nicht recht mit der Familie und anderen Haustieren harmonieren, landen dann im Tierheim.

Aus für Privatzüchter

Im überarbeiteten Tierschutzgesetz sieht Platzky eine Chance, eine gewisse Ordnung zu schaffen – zum Beispiel beim privaten Tier-Schachern: "Leute, die zum Beispiel privat Katzen gezüchtet haben, haben die Tiere und um 50 Euro das Stück verkauft. Jetzt bleiben sie darauf sitzen."
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