17.11.2017, 00:00 Uhr

Die Erfolgsstory Foodsharing

Sonja Hollerer vom Naturladen hilft mit. (Foto: Reingruber)

2015 startete unter Federführung von Horst Reingruber eine beispielhafte Aktion in Gloggnitz.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. "Im September 2015 haben wir in Gloggnitz mit Foodsharing begonnen", erzählt Horst Reingruber, der auch für Flüchtlinge die "Kleiderkammer" beim Sportplatz verwaltet.

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Der Gloggnitzer: "Unser Ziel war, dass weniger Lebensmittel aus den Supermärkten weggeworfen werden und gleichzeitig dies Lebensmittel den Bedürftigen, aber auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen."
Die Stadtgemeinde Gloggnitz stellte einen Kühlschrank mit Glastüre zur Verfügung und die Betreiberin des Naturladen in Gloggnitz, Sonja Hollerer, erklärte sich dazu bereit, einen Platz für den Kühlschrank und einige Regale zur Verfügung zu stellen.

In einem nächsten Schritt wurden die Supermärkte in der Stadt kontaktiert, um aussortierte Lebensmittel zu bekommen bevor sie im Müll landen. Reingruber: "Denn für die meisten Gloggnitzer ist der Sozialmarkt in Ternitz schwer erreichbar."

Hofer und Spar helfen

Durch die Unterstützung der Supermärkte Hofer und Spar kommen jede Woche ca. 200-250 kg Obst, Gemüse, Brot und Gebäck für "Foodsharing zusammen. Reingruber: "Hochgerechnet sind das ca. 12.000 kg pro Jahr. Es sind Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden." Sollten Semmel oder anderes Weißgebäck übrig bleiben, werden sie vom Bruder der Naturladen-Betreiberin – einem Bäcker – zu Semmelwürfeln oder Brösel verarbeitet und ins Regal gestellt. "Diese Bäckerei stellt uns auch immer wieder Brot und auch Süßspeisen zur Verfügung", erklärt Reingruber.

Trotz anfänglicher Skepsis wurde "Foodsharing" in Gloggnitz sofort angenommen. "Und täglich kommen bis zu 20 Menschen ins Geschäft, um Waren abzuholen", so Reingruber.

Dienstag bis Donnerstag, manchmal auch am Montag und Freitag, ab ca. 10 Uhr gibt es neue Lieferungen.

Wer gibt etwas?


Die aktive Teilnahme der Bevölkerung ist noch verhalten, bedauert Reingruber. Der Gloggnitzer: "Sie könnte uns auch Produkte aus eigener Erzeugung oder vom eigenen Garten vorbei bringen. Wir hoffen, dass auch dies noch klappen wird. Wir sind überzeugt, dass unser Projekt auch noch die nächsten Jahre erfolgreich sein wird, getreu unserem Motto: Lebensmittel sind kostbar."
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