20.10.2017, 11:43 Uhr

LED-Tenor: Alles ist in Ordnung – das sagt auch der Lampenpapst

Stadtamtsdirektor Robert Wiedner (r.) mit der Tabelle, die Aufschluss über die Materialverträglichkeit z.B. von verzinktem Stahl-Aluminium gibt.

Stadtverwaltung investierte 457 Arbeitsstunden (Wert: 14.100 Euro) in Aufarbeitung der LED-Misere.

Eine Klärung zum angeblichen LED-Lampen-Skandals lieferte die Neunkirchner Stadtverwaltung am 20. Oktober.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Nicht normgerecht, zu wenig leuchtstark, zu wenig standfest und sogar gefährlich sei die LED-Straßenbeleuchtung in Neunkirchen. So die Grundaussagen, die seitens der SPÖ Neunkirchen im Zusammenhang mit der LED-Beleuchtung getätigt wurden (die BB berichteten).

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Lampenpapst gibt Stadt Recht

Bei den Ausführungen zur LED-Beleuchtung berief sich SPÖ-Stadtrat Manfred Baba auf den "Lampenpapst" Ernst Feldner. Kurios: Stadtamtsdirektor Robert Wiedner: "Dipl. Ing. Prof. Feldner hat für uns keine Expertise geschrieben. Aber er war bei der Stadtgemeinde Neunkirchen. Und er war überrascht, weil mit ihm (von der SPÖ – Anm. d. Red.) nicht Kontakt aufgenommen worden war. Er hat nicht mit dem zitierten Stadtrat gesprochen. Er kann sagen, dass sein Kollege mit ihm gesprochen hat, aber er selbst nicht. Und Prof. Feldner erklärte mündlich, dass die LED-Lampen 2012 nach Stand der Technik und gültigen Normen hergestellt wurden."
Die LED-Lampen, die benötigte Leuchtstärke, damit Straßen nicht im Dunkeln liegen und die gültigen Normen sind ein technisch sehr komplexes Thema, das elektrotechnische Kenntnisse voraussetzt. Zusammenfassend konnten Baudirektor Franz Krenn, Stadtamtsdirektor Robert Wiedner und Hannes Bauer vom Stadtbauamt aber festhalten, dass weder die Standfestigkeit der Lichtmasten gefährdet sei, noch die Gefahr von Kriechstrom bestehe. Auch sei das Licht, das auf die einzelnen Straßenzüge falle, absolut ausreichend.

"Die Sacharbeit in den Vordergrund stellen!"

ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer: "Die LED-Beleuchtung war Mittelpunkt politischer Diskussionen und medialer Aufmerksamkeit. Es gilt festzustellen, dass von der Straßenbeleuchtung keinerlei Gefahr für Leib und Leben ausgegangen ist. Das Pflichtbewusstsein hätte es geboten, bei einer möglichen Gefahr nicht bis zu einer öffentlichen Gemeinderatssitzung zuzuwarten, sondern diesen Informationen sofort der Stadtgemeinde zu melden. Ich fordere daher alle politischen Entscheidungsträger auf, bei solchen Angelegenheiten die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen."

5 Punkte sind noch zu reparieren

Die Schäden an den 177 LED-Lampen von Mitte Juli wurden zu 100 Prozent behoben. Allerdings gibt es vereinzelte Punkte, in der Lagergasse sind es fünf, die jetzt noch zu beheben sind, wo Leuchte bzw. Leuchtkopf kaputt sind.

Zur LED-Umstellung

Die LED-Umstellung wurde 2012 im Zuge der Sachkostenoptimierung angepackt. Hierbei waren neben Vizebgm. Martin Fasan (Grüne) auch StR Günther Kautz (SPÖ) und (damals) GR Manfred Baba (SPÖ) involviert. "Natürlich waren da auch Einsparungen das Ziel, aber sicher nicht auf Kosten der Qualität", so der Bürgermeister: "Im Gegenteil. Es wurde dabei auch die Beleuchtung der Schutzwege umgesetzt."

Die Pressekonferenz wurde bewusst auf sachlicher Ebene (über die Verwaltung) abgehalten. Allerdings räumte Osterbauer (ÖVP) ein, dass man noch mit der SPÖ über die Verunsicherung, welche die SPÖ-Aussagen hervorgerufen hätten, reden werde. Dies sei aber Sache des Klubobmanns.
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Karl Hofzwerg aus Neunkirchen | 20.10.2017 | 16:00   Melden
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