10.04.2018, 00:00 Uhr

Mord-Verdacht: So war der Herr F.

Hier starb Frieda L. Der Verdächtige kommt aus Peisching.

Ein Peischinger (59) soll Frieda L. erstochen haben. Seine Vermieter kannten ihn als angenehmen Zeitgenossen.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Freunde fanden am 11. Oktober des Vorjahres die Leiche von Frieda L. Die 70-Jährige lag erstochen in ihrer Wohnung, unweit des Neunkirchner Stadtparks (die BB berichteten).

Verdächtiger schweigt

Am 5. April erklärte Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion im Bezirksblätter-Gespräch: "Am 4. April wurde ein 59-jähriger Tatverdächtiger aus dem Bezirk Neunkirchen verhaftet und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die U-Haft in Aussicht gestellt." Der Mann schweigt laut Baumschlager eisern was das Tatmotiv betrifft. Baumschlager: "Der Mann streitet nichts ab, gibt die Tat aber auch nicht zu."

Er kannte das Haus

Allerdings konnten die Ermittler in Erfahrung bringen, dass der Verdächtige – ein Herr F. aus der Neunkirchner Katastralgemeinde Peisching – zwischen 2012 und 2017 eine "on-off"-Beziehung mit einer anderen Frau in dem Wohnhaus hatte. "Von da her kannte er die Gegebenheiten", so Baumschlager, der außerdem ausführte, dass die Beweislast erdrückend sei. So sollen DNA-Spuren des 59-Jährigen an der Toten sichergestellt worden sein. Der Mordfall scheint für Baumschlager abgeschlossen.

Vermieter nannten F. "ruhig und angenehm"

Im Umfeld des Tatverdächtigen kannte man Herrn F. als einen ruhigen Menschen. Die Gattin des Vermieters zu den Bezirksblättern: "Er war ein angenehmer Zeitgenosse, hatte ab und zu finanzielle Engpässe, aber immer alles beglichen. Er hielt auch die Wohnung immer in Schuss. Ich könnte nichts Schlechtes über ihn sagen."


"Er war manchmal Gast"

Ein Neunkirchner Gastwirt erinnert sich an Herrn F., der im sozialen Netzwerk facebook aktiv war: "Er war ab und zu als Gast da. Richtig gekannt habe ich ihn nicht. Aber so viel ich weiß, war er verheiratet und hat drei Buben."
Den Erfolg der Ermittlungsarbeit schreibt er dem guten Zusammenwirken der Tatortgruppe und dem Landeskriminalamt zu. Eine Sache ist allerdings noch offen: die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.