16.09.2014, 00:00 Uhr

Streit über den Wolken

Tatort Flugzeug: Die Enzenreither Berufsmusikerin Natalie Reich (34) geriet mit einem slowakischen Fußballer aneinander.

SCHWECHAT/ENZENREITH. Sie wiegt 65 Kilo und 1,74 Meter groß. Und doch wirft ein Fußball-Manager Natalie Reich ihren Angaben zu Folge vor, sie habe einem Top-Spieler beide Knie gebrochen. Dem ging ein Konflikt an Bord des KLM-Fluges 1845 am 9. September Amsterdam-Wien voran.
"Ich habe meinen Sitz nach hinten geklappt, spürte keinen Widerstand. Dann wurde ich zwei, drei Mal mit voller Kraft in den Rücken geboxt", so die Berufsmusikerin. Die Enzenreitherin ging anfangs von einem Versehen aus. Natürlich riskierte sie einen Blick nach hinten. "Es war ein Spieler einer slowakischen Fußballmannschaft", so die Organistin. Bei der Gelegenheit fragte die 34-Jährige in englischer Sprache, was das soll. Keinerlei Reaktion.
Kurz vorm Landeanflug auf Wien bekam Reich neuerlich einen Rempler: "Da bin ich wie von der Spinne gestochen aufgefahren und habe in englischer Sprache gefragt, ob er das absichtlich macht. Er hat mich geschimpft, auch auf Englisch." Sinngemäß hätte Reich um Erlaubnis fragen müssen, bevor sie den Sitz zurück klappt.
In der Gepäckhalle beschwerte sich die Musikerin beim Mananger des Vereins und klagte über Rückenschmerzen.

Fall für Niederländische Justiz

Reich habe zu hören bekommen, dass sie mit dem Sitz dem Top-Spieler die Knie gebrochen hätte. Die Musikerin gab den Vorfall bei der Flughafen-Polizei zu Protokoll. Der Streit müsse nach niederländischem Recht abgehandelt werden, weil er sich (teilweise) im niederländischen Luftraum ereignet hatte. Im Krankenhaus Neunkirchen wurden Reich Schmerzmittel verschrieben und es wurde eine Schwellung im Rückenbereich diagnostiziert.

Manager Dávid Vailing: "Wir hatten noch nie Probleme wie diese. Sie hat ohne zu fragen den Sitz schnell zurück geklappt."

Der Manager des Fußballvereins, Dávid Vailing, zu dem Disput: "Wir hatten ein hartes Spiel mit dem Niederländischen Nationalteam am Tag zuvor. Wir waren alle müde. Das Benehmen unserer Spieler ist gut. Wir sind das Nationalteam und repräsentieren unser Land. Der Spieler hinter der Frau hat geschlafen und die Rückenlehne gegen die Knie bekommen. Wir versuchten das Problem mit ihr zu lösen, boten ihr an, dass unser Arzt sie untersucht."
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Dietmar Gerhartl aus Neunkirchen | 16.09.2014 | 14:41   Melden
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