30.09.2017, 00:00 Uhr

Sylvia Kögler (SPÖ) will Polizei massiv aufstocken

Sylvia Kögler mit Statistiken über die Kriminalität im Bezirk.

Aus 145 sollen 165 Planstellen werden. Auch "Pool-Beamte" kann sich die Nationalratskandidatin vorstellen.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. "suSi" – wie die Polizei das subjektive Sicherheitsgefühl nennt – leidet im Bezirk. Für die Grafenbacher SPÖ-Bürgermeisterin und Nationalratskandidatin Sylvia Kögler ist auch klar, weshalb: "Objektiv ist die Kriminalitätsrate nicht gestiegen. Aber die Polizeibeamten müssen viele Überstunden leisten. Das führt dazu, dass dann manche einmal gesundheitlich am Ende sind." Laut Kögler sind im Bezirk Neunkirchen zu wenige Ordnungshüter unterwegs. 

Teils 1/4 weniger Polizisten

"Daher fordere ich 20 Planstellen mehr", so Kögler: "Es sollen 165 werden. Und ich fordere, dass alle Planstellen real im Bezirk besetzt sind." Zu oft sind Polizisten nämlich zwar am Papier am Posten, aber tatsächlich einer Sonderverwendung zugeteilt. Ein unbefriedigender Zustand. Kögler: "Ternitz zum Beispiel hat 29 Planstellen. Meist sind fünf nicht da, weil sie in einer Sonderverwendung sind. Wenn dann einer noch auf Urlaub ist und einer krank ist, stehen schnell ein Viertel Beamte weniger zur Verfügung als am Plan steht. Und das funktioniert nicht."
Der Polizisten-Mangel führe Kögler zufolge dazu, dass mitunter Beamte alleine Streife fahren müssen. "Oder alleine am Posten sind", so Kögler.
Mit einem eigenen Beamten-Pool – quasi Springer – könne ein Polizisten-Fehlbestand abgefedert werden.

Sicherheitsgespräche

Am 2. Oktober (nach Redaktionsschluss) werden in Schwarzau/Stfd. Sicherheitsgespräche mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller und politischen Verantwortungsträgern wie LA Rupert Dworak und GVV-Bezirksvorsitzende Sylvia Kögler geführt.

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