13.10.2017, 08:35 Uhr

Todesstiche: Polizei durchleuchtet das Umfeld von Frieda L.

Das Mordhaus an der Triesterstraße.

Die Neunkirchnerin wurde mittwochs tot aufgefunden +++ Obduktion soll Aufschluss über die Tatwaffe geben

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Die Pensionistin Frieda L. (70) wurde am Mittwoch von einer Bekannten in der Wohnung unweit des Stadtparks tot aufgefunden (die BB berichteten auf www.meinbezirk.at).

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Über Tatmotiv, Tatwaffe und potentielle Verdächtige herrscht derzeit noch Unklarheit. Raimund Schwaigerlehner von der Landespolizeidirektion zu den Bezirksblättern: "Wir überprüfen heute noch das Umfeld der Frau, sprechen mit den Nachbarn."

Das ist noch ungeklärt

  • Wie kam der Täter in die Wohnung von Frieda L.
  • Hörte jemand einen Streit oder Schreie der Frau
  • Womit wurde die 70-Jährige erstochen
  • Was war das Motiv für die Bluttat
  • Wann traf Frieda L. ihren Mörder

Obduktion verrät Tatwaffe

Auch von der Obduktion, die für heute, Freitag, angesetzt ist, erwartet sich die Polizei aufschlussreiche Einzelheiten. So sei noch nicht klar zu sagen, womit die 70-Jährige erstochen wurde. Diese Aussage lässt den Schluss zu, dass die Tatwaffe vor Ort nicht sichergestellt werden konnte.
Die Obduktion soll auch den Todeszeitpunkt klären. Schließlich schaute Frieda L.'s Bekannte vorbei, weil sie "mehrere Tage" nichts von ihr gehört habe. Ob die Obduktionsergebnisse tatsächlich am 13. Oktober vorliegen, zeigt sich Staatsanwalt Erich Habitzl vorsichtig optimistisch: "Es kann auch sein, dass wir sie erst nächste Woche haben."

Gewohnheiten überprüft

Das Umfeld der Pensionistin wird von der Polizei ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Schließlich will man genau wissen, wie der Tagesablauf der Frau ausgesehen hat.

Keine Angst im Pflegeheim

Unweit des Tatorts befindet sich das Landespflegeheim Neunkirchen. Dort ist man zwar schockiert über die Bluttat, Angst habe man aber keine. Auch Schwaigerlehner sieht keine erhöhte Gefahr für die Bewohner des Pflegeheims: "Taten wie diese sind bei uns eine Ausnahme."
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Edith R.: "Man kann's sowieso nicht verhindern. Aber bei uns kommt ja niemand ungesehen hinein." Schon gar nicht abends. Da ist die Eingangstür nämlich ab 20 Uhr verriegelt, und wer das Heim betreten will, muss läuten.

"Tragisch, wenn so etwas passiert"

Neunkirchens ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer zeigt sich in Anbetracht der Bluttat erschüttert: "Ich kannte sie als rüstige, ganz schmale Frau. Sie war völlig unauffällig, hat früher im Krankenhaus gearbeitet. Es ist auf jeden Fall tragisch, wenn so etwas passiert." Wie Osterbauer weiß, war Frieda L. gerne im Cult Italia zu Gast. So auch am Wochenende.
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