04.02.2018, 11:01 Uhr

Zwei Bergsteiger vermisst

(Foto: Bergrettung Reichenau)

Suchaktion auf der Rax von Samstagnacht bis Sonntagmorgen

Von 21.30 Uhr am Samstagabend bis Sonntagsfrüh dauerte eine kräfteraubende Suche der Bergerettung nach zwei vermissten Bergsteigern auf der Nordseite der Rax.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (h_dittler). Ein Tourist (26) und seine Begleiterin (23) aus Wien stiegen am Samstag über dem Rudolfsteig vom Höllental Richtung Gloggnitzerhütte auf. Da durch die Länge des Anstieges, über 1.000 Höhenmeter, sowie Schneelage, verzögerte sich der beschwerliche Anstieg erheblich.
Beim Wegpunkt Kreuzung Gloggnitzerhütte-Dirnbacherhütte/Bergstation entschied sich das Paar über den „Kloben“ zur Dirnbacherhütte, eine Unterstandshütte (1477m) abzusteigen, wo es schließlich die Nacht verbrachte.

Eltern schlugen Alarm

Nachdem die beiden Wanderer sich nicht zur vereinbarten Zeit bei den Eltern meldeten fuhren diese ins Höllental wo sie im Weichtalhaus die Vermisstensuche auslösten. Noch in der Nacht stiegen Einsatzkräfte der Bergrettung Reichenau über den Rudolfsteig, und dem Große Kesselgraben zur Gloggnitzerhütte auf, auch Teile der Forststraße wurden abgesucht. In den frühen Morgenstunden wurden neue Einsatzkräfte angefordert, ein Hubschrauber des Innenministeriums unterstütze die Suche die durch dichte Nebellage erschwert wurde. Am Morgen konnten Lichtsignale bei der Dirnbacherhütte gesichtet werden. Ein Suchtrupp der gegen 6:30 bei der Unterstandshütte eintraf fand die Beiden unverletzt.

Pilot und Bergretter riskierten viel

Da die Frau jedoch so erschöpft war, dass sie den Weg zur Bergstation (ca. 1 Stunde) nicht selbständig zurücklegen konnte, versuchte der Hubschrauberpilot, trotz Nebel die Dirnbacherhütte zu erreichen, was ihm auch gelang. Eine Leistung die allerhöchste Achtung verdient. Auch die 20 eingesetzten Retter waren während des über zwölfstündigen Einsatzes beachtlichen Strapazen ausgesetzt.
Sonntagmittags konnte der Einsatz unfallfrei abgeschlossen werden.
Achtung im Bereich Klobentörl herrscht zurzeit wegen Triebschnee erhöhte Lawinengefahr.
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