06.07.2017, 16:41 Uhr

Pflegeregress bewegt die Menschen

Martina Klengl (l.) und Sylvia Kögler. (Foto: SPÖ)

Bezirk Neunkirchen (Red.). Im Rahmen eines Aktionstages über Pflege und Pensionen wird die Problematik augenscheinlich.

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages zum Thema Pflege hat die SPÖ im Bezirk Neunkirchen eine Informationsaktion gestartet. „Soziale Sicherheit im Alter ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Die SPÖ hat klare Ansagen gemacht, wofür sie steht: Die gestern beschlossene Abschaffung des unsozialen und ungerechten Pflegeregresses, die Sicherung des staatlichen Pensionssystems und den Ausbau von Zentren zur umfassenden und wohnortnahen Gesundheitsversorgung“, betonte Bgm. Mag Sylvia Kögler.

Der Pflegeregress ist in Wirklichkeit eine 100-prozentige Erbschaftsteuer, denn wer krank wird und gepflegt werden muss, verliert schnell alles. Der ganze Wohlstand, der ein Leben lang aufgebaut wurde ist weg. Die SPÖ will dieses ungerechte Modell daher abschaffen und durch eine sozial gerechte Erbschaftssteuer ab einer Millionen Vermögen gegenfinanzieren.

Kögler weiter: „Es ist unsere soziale Verpflichtung den Pflegeregress abzuschaffen weil er ungerecht ist. Seit wenigen Tagen ist auch meine Familie davon betroffen. Mein Vater hat ein Haus gebaut, ist nie ein teures Auto gefahren und war ein sparsamer Mensch. Seit Montag ist er im Pflegeheim, weil ihn leider die Demenz so fest im Griff hat, dass wir ihn zu Hause nicht mehr betreuen können. Bezahlen muss er alles selber …“

„Die Menschen sollen wissen, was sie bekommen, wenn sie uns vertrauen. Schon aus Gründen der Fairness muss das Risiko der Pflegebedürftigkeit solidarisch von der Gesellschaft getragen werden. Menschen sollen auf gar keinen Fall aus Angst um ihr erarbeitetes kleines Sparbuch von einer bedarfsgerechten Versorgung abgehalten werden“ unterstrich auch Ternitz Stadträtin Martina Klengl diese Position.
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