08.06.2017, 10:08 Uhr

Elektrohaus-Mitarbeiter bestätigt: "Wurden über Schließungstermin nicht informiert"

Robert Hanreich, Geschäftsführer der Neunkirchner Betriebe.

Wussten sie Bescheid, oder nicht, dass ihre Jobs nur mehr bis September sicher sind? Diese Frage wurde von Manfred Baba (SPÖ) und dem Geschäftsführer der Neunkirchner Wirtschaftsbetriebe sehr unterschiedlich beantwortet.

Robert Hanreich, Geschäftsführer der Neunkirchner Wirtschaftsbetriebe: „Es grenzt an Frechheit, dem Bürgermeister zu unterstellen, die Unwahrheit zu sagen.“

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Das defizitäre Elektrohaus soll mit September dicht machen (www.meinbezirk.at berichtete).

Unterschiedliche Wahrnehmung

Der SPÖ-Stadtrat und Klubobmann Manfred Baba sieht sich gezwungen, mit einigen Unwahrheiten hinsichtlich E-Haus aufzuräumen: "Die Mitarbeiter wurden im Vorfeld nicht darüber informiert. Auch der Geschäftsführer wusste nichts davon."
Robert Hanreich, Geschäftsführer der Neunkirchner Wirtschaftsbetriebe, widerspricht Baba: "Diese Aussage ist nicht korrekt. Bereits vor sechs Wochen wurden die Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung darüber informiert, dass zwei Möglichkeiten im Raum stehen: 1) der Verkauf des Betriebes und 2) die Schließung." "Ja, es wurden die Möglichkeiten mitgeteilt, aber nicht, dass der Schließungstermin mit September fix ist", so ein Mitarbeiter, der verständlicherweise anonym bleiben möchte, zu den Bezirksblättern.

Babas Informationen zufolge sollen entgegen anders lautenden Meldungen nur drei der 14 Mitarbeiter von der Stadtgemeinde übernommen werden. "Und zwar die ältesten", so der SPÖ-Stadtrat.

Parallel wird verhandelt

Was die Weiterbeschäftigung der E-Haus-Belegschaft betrifft meinte Hanreich: "Dieser Fakt steht noch nicht zu 100% fest. Es ist aber von zentraler Bedeutung, dass die Mitarbeiter die Chance haben, beruflich untergebracht zu werden. Gespräche dahingend laufen parallel."

Pönale fällig?

SPÖ-Stadtrat Baba: "Es wurden ja schon verschiedene Aufträge an Land gezogen. Die Firmen werden Pönale fordern, weil sie bereits Aufträge abgeschlossen haben. Wenn das E-Haus schließt muss die Stadt Firmen finden, die diese Aufträge dann erledigt." "Die Stadtgemeinde erwartet keine Strafzahlungen, da die Betrieb eigenständig verantwortlich sind. Vor einer Schließung werden alle Aufträge selbstverständlich fertiggestellt bzw wird eine Möglichkeit gesucht um diese Aufträge abzuwickeln. Kein Auftraggeber und kein Lieferant muss sich Sorgen machen, dass er hängen gelassen wird", so Hanreich.

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Günther Kautz aus Neunkirchen | 09.06.2017 | 13:35   Melden
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