03.05.2018, 00:00 Uhr

Künstliche Befruchtung reduziert Krankheitsrisiko

Fachlehrer Hans Rigler (links) mit den neuen „Kuh- Besamungs-Experten“. Die Personen v. l.: Fachlehrer Hans Rigler, Lukas Lechner, Sebastian Steiner, Florian Barabas, Florian Reithofer-Schwarz, Linda Riegler, Peter Klauser und Anna Materna. (Foto: Jürgen Mück)

Sieben LFS-Schüler zu Experten für künstliche Besamung ausgebildet.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (jürgen mück). Für die angehenden Rinderzüchter der Fachschule Warth ist der fachlich richtige Umgang mit den Tieren die Grundlage für den Erfolg im Kuhstall. Daher können die Schüler das Zertifikat zur professionellen "Kuh-Besamung" erwerben, um künftig selbst für den Nachwuchs im Stall zu sorgen. "Sieben Schüler der Fachschule Warth nahmen am dreitägigen Kurs zum Besamungs-Experten teil und wurden praxisgerecht geschult. Alle Jungzüchter bestanden die Prüfung und sind nun berechtigt selbst die künstliche Besamung der eigenen Kühe durchzuführen. Ansonst dürfen nur Tierärzte die Besamung vornehmen", erklärt Fachlehrer Hans Rigler.


Training im Kuhstall

An der Besamungsstation Genostar in Gleisdorf (Steiermark) legten die Schüler die theoretische und praktische Prüfung ab. Die Ausbildung umfasste die Bereiche Management und Steuerung der Fruchtbarkeit, Anatomie sowie Physiologie. Bevor an den richtigen Kühen trainiert wurde, galt es Übungen am Kuh-Modell durchzuführen. Erst nach diesen Trockenübungen wurden die Fähigkeiten im Stall unter der Leitung von praxiserfahrenem Personal gefestigt. Auch die richtige Entnahme der Samen aus dem Stickstoffbehälter wurde fachgerecht geübt. Denn das Erbgut ist in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad konserviert und somit fast unbegrenzt haltbar.

Größerer Zuchterfolg und weniger Krankheiten

In den fünfziger Jahren war in der Tierzucht die Gefahr von Deckseuchen sehr hoch. Daher suchte man nach einer Alternative zur natürlichen Deckung und entwickelte die Technik der künstlichen Befruchtung. Heute wird bei Milchkühen fast ausschließlich die künstliche Besamung angewendet, weil eine gezieltere Anpaarung erfolgen kann und dadurch der Zuchtfortschritt höher ist.
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