25.05.2017, 16:47 Uhr

Warths Schüler übernehmen Verantwortung für intakte Natur

Die neuen Wildbachbegeher am Ufer des Haßbaches.
Direktor Franz Aichinger (links), Fachlehrer Karl Lobner (2.v.l.), Thomas Lampalzer (5.v.r.), Bürgermeisterin Michaela Walla (3.v.r.) und Bürgermeister Michael Zehetner (rechts) aus Waldegg mit den neuen Wildbachbegehern. (Foto: Jürgen Mück)

Wildbachbegeher an Fachschule Warth ausgebildet.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (jürgen_mück). In Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, einer Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, wurden an der Fachschule Warth zum dritten Mal Wildbachbegeher ausgebildet. „16 Schüler des Abschlussjahrganges des Zweiges Landwirtschaft absolvierten erfolgreich die mündliche und schriftliche Prüfung zum Wildbachbegeher und sind nun berechtigt diese Funktion in den Kommunen auszuüben. Die Schulung ergänzt optimal die Unterrichtsfächer Waldwirtschaft, Landtechnik und Ökologie“, so Forstlehrer Karl Lobner.

"Fachleute zur Beobachtung von Wildbächen einzusetzen"

„Laut Forstgesetz sind die Gemeinden verpflichtet geschulte Fachleute zur Beobachtung von Wildbächen einzusetzen, die jährlich eine Bachbegehung durchführen. Diese Wildbachbegeher werden künftig aufmerksam den Zustand und die Entwicklung der Wildbäche sowie deren Ufer verfolgen und mögliche Gefahrenquellen an die zuständige Gemeinde melden, um sie rasch zu beheben“, betont Fachlehrer Lobner.
 

Die strengen Prüfer

Thomas Lampalzer von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Wiener Neustadt sowie Helmut Wagner (Bezirkshauptmannschaft Wr. Neustadt) und Eva Auer (Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen) leiteten die Prüfung und zeigten sich erfreut über die Kooperation mit der Fachschule Warth: „Der Wildbachbegeher richtet seine Aufmerksamkeit primär auf die wesentlichen Gefahren in der Katastrophenvorbeugung. Diese sind einerseits Veränderungen, die an Ort und Stelle Schäden verursachen, zum anderen die Auslöser mit den gefürchteten Folgewirkungen, wie Verklausungen und Geschiebeablagerungen, die überraschend und über weite Strecken hin große Verwüstungen bewirken können.“ Die Grundstücksanrainer sind daher verpflichtet die Ufer instandzuhalten, um Gefahren abzuwenden. 
Ehrengäste bei der Zeugnisverteilung waren Bürgermeisterin Michaela Walla aus Warth sowie Bürgermeister Michael Zehetner aus Waldegg. 
Die Ausbildung zum Wildbachbegeher umfasst die Schwerpunkte Wildbachkunde und mögliche Gefahrenquellen, Wildbachbauwerke und ihre Funktion sowie rechtliche Grundlagen. Die praktische Schulung wurde vor Ort an Wildbächen durchgeführt.

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