Klimaschonendes Bauen
Holzbau bleibt empfehlenswert

Typisches Holzrahmenhaus mit Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatten aus Holzfasern.
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  • Typisches Holzrahmenhaus mit Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatten aus Holzfasern.
  • Foto: Fraunhofer WKI
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Hausbau in Zeiten des Klimawandels: Fraunhofer-Studie gibt grünes Licht, ortet aber Forschungsbedarf

ÖSTERREICH. Wieder mal Rekordtemperaturen. Der Sommer 2019 eilt von Höchstwert zu Höchstwert und schickt sich an, zu einem der heißesten Sommer der österreichischen Messgeschichte zu werden. Es stellt sich – auch – die Frage: Was bedeutet das für das Thema Hausbau? Müssen beispielsweise Gebäude in Zukunft anders gebaut werden? Ist es auch unter den prognostizierten klimatischen Bedingungen sinnvoll, mit Holz zu bauen? Forschende am Fraunhofer WKI haben daher untersucht, ob die heute erstellten Holzbauten den künftigen Auswirkungen des Klimawandels standhalten.

Holz entlastet Atmosphäre

Gebäude aus Mauerwerk, Stahl und Beton sind zwar sehr dauerhaft, für die Ausführung werden allerdings endliche Ressourcen wie Sand, Kalkstein und Eisenerze benötigt. Diese Bauweise ist darüber hinaus energieintensiv und setzt bei der Herstellung und dem Transport große Mengen an CO2 frei. Holz als Baumaterial bietet hier viele Vorteile, denn es ist regional gut verfügbar, nachwachsend, recycelbar und hat einen deutlich geringeren Energiebedarf als herkömmliche Baustoffe. Während seiner Nutzungszeit speichert Holz darüber hinaus Kohlendioxid und entlastet so die Atmosphäre.
Umso mehr galt es herauszufinden, ob sich Holzbau in Zukunft bewähren kann. Herangezogen wurden die prognostizierten klimatischen Bedingungen bis zum Jahr 2115.
Das Fazit: Ja, Holz eignet sich auch weiterhin für den Hausbau und hält der Erderwärmung stand. Heute und in den nächsten 100 Jahren sind auf Basis der aktuellen Klimaprognosen keine bauphysikalischen Schäden an Holzbauten zu erwarten. 

Berücksichtigung von Extremwetterereignissen

Allerdings werden im Rahmen der Untersuchungen auch Empfehlungen ausgesprochen: So müssen Extremwettereignisse in die Bauplanung einbezogen werden: Sturmböen sollten in der Art und Weise der Windsogverankerung berücksichtigt werden und Starkregenereignisse in Bezug auf die Regenwasserführung.
Die zweite Schlussfolgerung der Forschenden betrifft den sommerlichen Wärmeschutz, der bei der Planung und Erstellung von Bauten sowie in der gesetzlichen Regelung eine größere Rolle spielen müsse. 

Anstieg von Schädlingen befürchtet

Drittens schließlich: Man stehe in Mitteleuropa vor einer neuen Herausforderung. Projektleiter Norbert Rüther: „Durch den Temperaturanstieg und kürzere Frostperioden verbessern sich die Lebensbedingungen für holzzerstörende Insekten wie Hausbock oder Termiten. Auch durch den globalen Handel eingeführte Arten fühlen sich in Europa zunehmend wohl und haben bisher keine natürlichen Feinde. Die Folgen aus einem möglichen zukünftigen Populationsanstieg von Holzschädlingen sind aktuell noch unzureichend untersucht. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.“
Das sind auch good News für die österreichische Waldbewirtschaftung. Hierzulande wird nämlich bei der Ressource Holz aus dem Vollen geschöpft: Österreich verfügt mit einem Waldanteil von 48 Prozent. Und: Alle 40 Sekunden wächst in Österreichs Wäldern das Holz für ein durchschnittliches Einfamilienhaus nach (Quelle: proHolz Austria - Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft).

Mit freundlicher Unterstützung von:
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Typisches Holzrahmenhaus mit Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatten aus Holzfasern.
Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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