Exklusiver Filmabend im Nationalparkkino Illmitz: "Meine keine Familie"

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Illmitz(doho) Ein Kinoabend der besonderen Art fand vergangenen Freitag im Illmitzer Nationalparkkino statt. Gezeigt wurde im Beisein von Regisseur Paul-Julien Robert und Produzent Oliver Neumann der preisgekrönte Dokumentarfilm "Meine keine Familie", der nicht nur eine sehr persönliche Geschichte, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte des Neusiedler Bezirks erzählt. Paul-Julien Robert ist eines jener Kinder, das in den Siebziger und Achtziger Jahren in der Kommune am Friedrichshof geboren wurde, die vom Aktionskünstler Otto Mühl geleitet wurde. Was zunächst als kleine Recherche über die eigene Vergangenheit gedacht war, entwickelte sich schließlich zu Roberts erstem Langfilm, der mit der Wiener Produktionsfirma Freibeuter Film entstand. Das Interesse an dieser Veranstaltung war groß! Viele Besucher waren gekommen um den Film zu sehen, der auch schon auf einigen internationalen Filmfestivals, unter anderem in Tschechien und der Schweiz, gelaufen ist. Nach der Vorstellung wurde Regisseur Robert von uns auf der Bühne interviewt ehe das Publikum Gelegenheit hatte Fragen zu stellen. Nicht nur der Film bekam nach dem Abspann zweimal Applaus, auch der Mut, mit dem sich Roberts Mutter den Fragen ihres Sohnes nach ihrem Verhalten in der Kommune stellte, wurde beklatscht. Unverständnis rief bei vielen Zusehern die Bereitwilligkeit hervor, mit der so viele Leute einem extrem autoritären Menschen wie Mühl gefolgt waren. Diese Fragen müssen aber wohl die Bewohner der ersten Generation der Kommune beantworten. Über eine halbe Stunde lang diskutierte das Publikum noch mit dem Regisseur, was auch Kinobesitzerin Traude Kroiss freute, die an diesem Abend viel zu tun hatte. "Es war eine tolle Diskussion! So viel Publikumsteilnahme hatten wir noch nie. Und so viele interessante Fragen!", sagte Paul-Julien Robert später. Abschließend sagte Kinobesitzerin Kroiss, sie werde den Film lange zu guten Zeiten zeigen.
Die äußerst sehenswerte Geschichte eines jungen Mannes, der sich auf eine Reise in die eigene Vergangenheit begibt und dabei Fragen nach Familie(n), Verantwortung und das Bewußtsein um Schuld stellt, ist wieder einmal ein großartiges Lebenszeichen des österreichischen Films!

http://www.meinekeinefamilie.at/

http://nationalparkkino.at/

Autor:

Dominic Horinek aus Neusiedl am See

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