Treibjagd
Gattendorf: Nächste Anzeige gegen Jägerschaft

Gegen diese Jägerschaft in Gattendorf werden schwere Vorwürfe erhoben – die Bezirksjägerschaft weist diese jedoch entschieden zurück.
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GATTENDORF (ft). Nach der Anzeige wegen Tierquälerei im Zuge einer Ententreibjagd (die Bezirksblätter berichteten), will der "Verein Gegen Tierfabriken" (VGT) die nächste rechtswidrige Treibjagd im Bezirk Neusiedl am See dokumentiert haben. Dieses Mal handelt es sich um Zuchtfasane, die am Montag in Gattendorf auf illegale Art und Weise gejagt worden sein sollen. Die Bezirksjägerschaft weist die Vorwürfe zurück und beruft sich dabei auf das OK seitens Behörde und Amtstierärztin.  

Anzeige erstattet

Die gemeinten Zuchtfasane sollen in Gattendorf "in riesigen Volieren" gehalten und viel zu spät ausgesetzt worden sein: "Ausgesetzt müssten sie 8 Wochen vor Beginn der Schusszeit sein, bei Fasanen heißt das bis spätestens 6. August. An diesem Tag hielten sich die Jäger für besonders schlau und schlugen nur eine kleine Fläche des Netzes auf ihren Volieren an jeweils einer der Ecken um." VGT-Obmann Martin Balluch: "Die Auflage, die Fasane früh auszusetzen, wird durch eine umgefaltete Ecke im Netz auf der Voliere umgangen." Man habe sofort Anzeige erstattet und festgestellt, dass die Fasane in der Voliere heuer nicht mehr bejagt werden dürfen, weil sie nicht als ausgesetzt gelten können, heißt es in einer VGT-Aussendung. 

"Voliere waren plötzlich leer"

Am Montag seien die Voliere plötzlich leer gewesen: "Die Fasane mussten also im Vorfeld aus den Gehegen getrieben worden sein – ein klarer Bruch des Tierschutzgesetzes, welches das Hetzen von Tieren in Gefangenschaft verbietet. Zusätzlich ist es verboten, Fasane aus Gefangenschaft auszusetzen, weil sie in freier Wildbahn nicht überlebensfähig sind." Die Jägerschaft habe sich aber weder an die eine noch die andere Rechtsvorschrift gehalten und die Zuchttiere mit Hunden aufgehetzt, behauptet der Verein. "Erneut mussten grauenhafte Szenen dokumentiert werden, wie Hunde sich in verletzte Vögel verbeißen. Ohne jeden vernünftigen Grund, waren die Vögel doch kurz zuvor noch in Gefangenschaft und hätten jederzeit human getötet werden können, hätte man sie essen wollen."

"Amtstierärztin war vor Ort"

Bezirksjägermeister Hannes Mosonyi verweist in einem Telefonat mit den Bezirksblättern auf eine persönliche Begutachtung des Schauplatzes seitens der zuständigen Amtstierärztin: "Die Behörde hat das alles genauso wie die Ententreibjagd kontrolliert und für in Ordnung befunden. Tierärztin Frau Foltin-Hoffmann hat sich das Ganze im September persönlich angesehen. Der mehrmals rechtskräftig verurteilte Verein Gegen Tierfabriken will einfach nur Unruhe stiften, denn mehr, als sich an die Gesetze zu halten, kann die Jägerschaft nicht tun."

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