Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag

Zum 60. Geburtstag von Hans Pahr aus Nickelsdorf (Kundendienstleiter bei General Dynamics European Land Systems):

Ein Panzer ist ein Kampfgefährt
und rundherum mit Stahl bewehrt.
So ist man absolut geschützt,
im Fall, dass man auch drinnen sitzt.
Hat so ein Panzer Ketten an,
sagt man auch Kettenfahrzeug dann.
Doch darf man das nicht immer sagen,
weil ja auch Menschen Ketten tragen.
Da dienen sie der Zierde nur,
trotz panzerähnlicher Figur.

Jedoch, was hat das alles nun
mit unserm lieben Hans zu tun?
Ja, selbst beim Panzer kann's gescheh‘n,
dass er nicht geht, dann bleibt er stehn.
Grad fährt er flink noch an den Baum,
jetzt steht er da und rührt sich kaum.
Doch das ist alles kein Malheur,
der Panzer-Kundendienst muss her.
Wenn nichts mehr geht, dann kommt der Hans
und macht den Panzer wieder ganz.

Es ist schon ein paar Jahre her,
da flog der Hans auch übers Meer.
In vieler Herren Länder waren
die Panzer da zu Schrott gefahren,
und um die wieder flott zu kriegen,
da durfte nur der Hans hinfliegen.
Er kannte jede Bar vor Ort
und wollte fast nicht wieder fort.
Doch uns erzählte er dann immer,
beim Kundendienst wird's immer schlimmer.

Der Hans hat, wie der Panzer auch,
einen erhöhten Spritverbrauch.
Und beide sind von Zeit zu Zeit,
nur eingeschränkt betriebsbereit.
Das liegt am Rohr, das biegt sich leicht,
das kommt, wenn die Substanz erweicht.
Der eine schießt dann um die Ecke,
der andere bleibt ganz auf der Strecke.
Da hilft kein Ölen und kein Schmieren,
das lässt sich nicht mehr reparieren.

Nun ist er 60 Jahre alt
und träumt von der Pension, schon bald.
Dann geht der letzte Spezialist,
der weiß, wo vorn und hinten ist.
Doch wer wird dann die Panzer heilen,
die auf der ganzen Welt zuweilen,
ihr Leben aus den Rohren hauchen?
Die kann kein Mensch dann mehr gebrauchen.
Da hilft kein wehklagen und wimmern,
es muss sich jemand andrer kümmern.

Der Kundendienst, der hat‘s dann schwer,
denn nach dem Hans kommt keiner mehr,
der einen Panzer repariert,
dass der auch wieder funktioniert.
Ersatz findet man meist ja immer,
doch einen zweiten Hans gibt’s nimmer.
Und die Moral von der Geschicht'
kommt nun am Ende vom Gedicht:
Die Welt wär' eh viel besser dran,
wenn KEIN Panzer mehr fahren kann.

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