Kommt der Neusiedler See auf die Rote Liste?

Rund um den See wachsen immer mehr Gebäude.
  • Rund um den See wachsen immer mehr Gebäude.
  • Foto: Markus Stermeczki
  • hochgeladen von Charlotte Titz

Die anerkannte Umwelt- und Landschaftsschutzorganisation „Alliance For Nature“ wurde beauftragt, eine Dokumentation über Bauprojekte zu erstellen und kam zum Schluss, dass in vielen Gemeinden rund um den Neusiedler See (z.B. in Breitenbrunn und Neusiedl am See) Projekte geplant bzw. bereits in Realisierung sind, die weit in den Schilfgürtel bzw. freie Wasserfläche des mehrfach geschützten und grenzüberschreitenden Steppensees reichen.

Der Neusiedler See ist als eines der bedeutendsten Vogelreservate Europas
· Landschaftsschutz- und Teilnaturschutzgebiet seit 1977,
· UNESCO-Biosphärenreservat seit 1977,
· Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung gemäß Ramsar-Konvention seit 1983,
· Nationalpark seit 1993,
· Natura-2000- und Europaschutz seit 1996 und
· grenzüberschreitendes UNESCO-Weltkulturerbe seit 2001.

Beeinträchtigung der Lebensräume

„Die geplanten Bauprojekte beeinträchtigen den Neusiedler See als international bedeutenden Lebensraum für die an diesem mehrfach geschützten Steppensee beheimateten Wat- und Wasservögel“, warnt Alliance-Generalsekretär Christian Schuhböck, Gerichtssachverständiger für Naturschutz und Landschaftsökologie.
Sollten die umstrittenen Projekte tatsächlich realisiert werden, droht eine Eintragung in das sogenannten „Montreux-Register“, einer Roten Liste von Ramsar-Gebieten, an denen Veränderungen des ökologischen Charakters eingetreten sind oder eintreten werden.

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