Regionaut ACHS als Restauranttester im Bezirk unterwegs - Teil VIII
Regionaut ACHS zu Gast im Nationalparkstüberl Apetlon

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Wallern./Apetlon/Lange Lacke. Ich hab einmal in irgendeiner Zeitung gelesen, dass es irgendwo in der Nähe von Apetlon ein Lokal gibt, welches als Geheimtipp für Feinspitze, wie mich, gilt. Das musste ich natürlich nachforschen und fand doch tatsächlich noch den Artikel über Google. Smartphone sei Dank!! :-)

Nationalparkstüberl Apetlon
wurde in diesem unfladigem Tagesblatt über den Klee bzw. über die Wiesen des Neusiedler See Nationalparks gelobt. Das musste ich mir natürlich anschauen und da ich sowieso in der Gegend um Illmitz war, war der Weg ja auch nicht wirklich weit. Zumindest wenn man wusste, wo genau dieses Stüberl ist. Und das war mein Problem. Ich war mir unsicher und daher landete ich vorerst mal bei einem Radlerimbiss zwischen Apetlon und Pamhagen. Nach Durchsicht der Speise- und Getränkekarte fand ich aber nicht wirklich was. Hmmm... auf kalte Platten vom Steppenrind , wären zwar nicht schlecht gewesen, hatte aber wirklich keinen Dunst dazu. Da sollte es ja eigentlich was Warmes geben, aber davon war hier weit und breit Nichts zu finden. Daher bestellte ich mir nur ein 1/2 Liter Himbeerkracherl. War wirklich erfrischend gut und nicht zu süß. Google musste nochmals aushelfen. Ich suchte den genauen Standort und kam dann zur Erkenntnis, dass ich dort eh schon des Öfteren vorbeigewandert bin, aber zu Zeiten, wo dass immer geschlossen war. Eh klar, im November, wo ich jedes Jahr mit meinen Freunden von Apetlon bis zur Brücke von Andau wanderte. Aus Solidarität zu unseren ungarischen Freunden und weil da leider keine Wanderungen mehr stattfinden und wir aber doch für die 24 h Burgenland Extremtour trainieren müssen.

Mir war auf jeden Fall der Knopf aufgegangen und ich wusste Bescheid, wo dass Nationalparkstüberl Apetlon zu finden war. Und zwar zwischen Apetlon und WALLERN (nicht Pamhagen!!). Also fuhr ich frischen Mutes hin und dieses Mal war ich auch richtig. Ich parkte mich mal ein. Hmmm.... da ist aber nicht wirklich viel los. Das soll ein Geheimtipp sein?? Kaum vorstellbar. Grad zwei Radfahrer waren da, mehr nicht. Na auch gut, bleibt mehr Platz für mich. Es war ein bisschen windig, daher begab ich mich ins innere des Lokals. Schien mir ganz gemütlich zu sein. Ich nahm mal Platz.

Sofort wurde ich freundlich von einem ungarischen Herrn begrüßt. Ich hör das immer gleich raus, woher ein Kellner stammt. Aber ist ja in unserer Gegend auch nicht wirklich schwer zu erraten.
Ich entgegnete ihm in meinem besten Ungarisch: "Szép jo nápot kivánok"!
Er strahlte über das ganze Gesicht und fragte mich, was ich gerne trinken wollte. "Einen Almdudler, bitte", kam es mir über die Lippen. Nachfolgend überreichte er mir auch schon die Speisekarte. Wir kamen ins Gespräch, während ich weiter nach einem Geheimtipp suchte. Er fragte unter Anderem auch, warum ich ungarisch könne. Aber leider reichen meine bescheidenen Ungarischkenntnisse nur zum Bestellen in einem Lokal oder Restaurant oder wo auch immer. Und vielleicht auch noch zum Flirten. ;-) Und einige Höflichkeitsformen hab ich natürlich auch drauf, da ich doch des Öfteren gerne in unserem Nachbarkomitat (Bundesland) unterwegs bin.

In Mosonmagyarovar manchmal am Markt oder im britischen Riesensupermarkt einkaufen. Meist weil ich da oft Sachen finde, die es bei uns in Österreich noch gar nicht gibt. Oder auch hie und da in Thermen wie Bük oder Sarvar. Weit besseres Thermalwasser und sicher um 2/3 günstiger als bei uns.

Auf jeden Fall brauchte ich mal eine Suppe zur Magenerwärmung und am liebsten esse ich ja eine Leberknödelsuppe. Da wurde ich in der Speisekarte auch fündig. "Starke Rindsuppe vom Nationalpark-Steppenrind mit Leberknödel" hörte sich auf jeden Fall mal gut an und die bestellte ich dann auch gleich. Weiters orderte ich ein "Marha Gulyas vom Steppenrind", also ein Rindergulasch vom Steppenrind mit Nockerln.
Der Pincer (Kellner) schwor mir, im ganzen Leben hätte ich sicher noch nie so ein gutes Gulyás gegessen. Na schau ma mal, entgegnete ich ihm.

Vorerst mal zur Leberknödelsuppe. Und die hatte es echt in sich. Die Suppe war wirklich kräftig und das Leberknödel ein Hit. Nicht so zusammengepresst, wie die Meisten, die man überall bekommt. Da merkte man, dass es wirklich selbstgemacht wurde. Ich hab schon lange keine so gute Leberknödelsuppe mehr gegessen, dass kann ich unterschreiben!! Die war wirklich echt spitze!!

Und dann gings weiter zum Hauptteil meines Geheimtippessens?? Rindergulasch vom Steppenrind mit Nockerln. Ich konnte es kaum erwarten. Ich hab ja schon einige Gulyás in Ungarn gegessen und da waren die Meisten wirklich extrem gut. Darin sind unsere ehemaligen Landsleute ja wirklich Meister. Und dieses Steppenrindsgulasch hielt, was der Kellner mir versprach!!! Auch das war hervorragend!! Und wirklich das beste, ungarische Gulayás, dass ich in Österreich, je gegessen habe. Nur ein Wildschweingulasch war noch besser, aber darüber hülle ich jetzt mal einen Mantel des Schweigens, wo genau ich das gegessen habe. ;-)

Stellte sich doch das Nationalparkstüberl wirklich auch für mich, als echter Geheimtipp heraus. Auch wenn das Stüberl den Besitzer bzw. den Pächter gewechselt hat und Montag fast immer so wenig los war.

Dabei gibt es da noch einige leckere Sachen vom Steppenrind, die ich noch gerne probieren möchte. Und was ich bestimmt auch noch machen werde. Darauf freue ich mich jetzt schon. ;-)

Ich kann das Nationalparkstüber wirklich nur in den höchsten Tönen loben und auch als Geheimtipp weiter empfehlen. Wirklich selten so gut gegessen.

Bedienung: War wirklich schnell, was aber auch daran lag, dass wenig los war.
Freundlichkeit: Wirklch schon mehr als freundlich. Er freute sich auch über meine wenigen ungarischen Worte. ;-)
Essen: Hervorragend! Exquisit! Köstlich! Ein wahrer Gaumenschmaus!
Preis:  Unserer (Tourismus)Region angemessen und sicher nicht überteuert.
Musik: -

Ich hoffe, euch hat mein Bericht gefallen und ihr kehrt selbst auch mal beim im Nationalparkstüberl Apetlon ein. Ihr werdet es, so wie ich, sicher nicht bereuen, in der durchaus bodenständigen Küche, Gast zu sein.

Herzlichst, Eurer heikler Feinspitz aus der Nachbarschaft.

Werner M. Achs

Interessante LINKs:

Kurierartikel über das Nationalparkstüberl Apetlon:
https://kurier.at/genuss/nationalparkstueberl-lange-lacke-in-apetlon-geheimtipp-fuer-geniesser-am-neusiedler-see/266.751.338

Mein letzter Regionautenartikel als Restauranttester bei der Familie Werdenich in Deutsch Jahrndorf im Alten Landgut:
https://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/c-lokales/regionaut-achs-zu-gast-im-alten-landgut_a3538158

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Autor:

Werner Achs aus Neusiedl am See

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