Renaturierung der Leitha im Bezirk Neusiedl am See

Freuen sich über die gelungenen Renaturierungsmaßnahmen: Bgm. Werner Friedl und Robert Michitsch.
  • Freuen sich über die gelungenen Renaturierungsmaßnahmen: Bgm. Werner Friedl und Robert Michitsch.
  • Foto: Gemeinde Zurndorf
  • hochgeladen von Charlotte Titz

ZURNDORF/GATTENDORF. In den 80er-Jahren hat man aus Gründen des Hochwasserschutzes viele Flüsse begradigt – auch die Leitha in Zurndorf. Bürgermeister Werner Friedl kann sich daran noch erinnern. "Ich war damals gerade mit der Schule fertig, als der Fluss linear gemacht worden ist und schon da habe ich gewusst, dass das keine gute Entscheidung gewesen ist", so Friedl. "Die Leitha mit ihren Altarmen war immer ein Naturparadies, jetzt haben wir die Altarme zum Teil wieder angebunden und das Ergebnis ist durchaus sehenswert."

Schutz von Heim & Natur

Denn obwohl die Leitha derzeit einiges an Wasser führt, immerhin hat es die vergangenen Tage nicht wenig geregnet, besteht keine Hochwassergefahr, die Siedlungsgebiete von Zurndorf, Gattendorf und auch Nickelsdorf sind geschützt. "Der Grund dafür ist einfach", erklärt auch Helmut Rojacz von der Burgenländischen Landesregierung. "Wir haben die Ufer hier in Zurndorf wieder mit Bäumen bepflanzt, trockengelegte Altarme wieder mit der Leitha verbunden und bei Zurndorf ein naturnah gestaltetes Hochwasser-Rückhaltebecken errichtet", schildert er. "Dadurch sind sowohl die Siedlungsgebiete in den Gemeinden geschützt, die Natur hat aber trotzdem Raum, wo sie sich entwickeln kann." Die Fehler, die man in den 80er-Jahren mit der Regulierung und Begradigung gemacht hat, sind so zumindest zum Teil wieder "repariert".

Mehr Fische

Durch die Renaturierung der Leitha haben sich auch Tierarten wieder hier angesiedelt, die schon selten geworden sind. Und zwar nicht nur an den Ufern, sondern auch im Wasser direkt.
"Seit es die Fischtreppe bei Gattendorf gibt, haben wir wieder mehr Fischarten hier im Bereich Zurndorf", weiß auch der Obmann des Fischereivereines Zurndorf Robert Michitsch. "Von Gattendorf aufwärts waren es nämlich nur mehr 14 verschiedene Arten, während es von der ungarischen Grenze bis Gattendorf 34 Arten gewesen sind. Jetzt hat sich auch der Fischbestand hier wieder verbessert." Aber nicht nur die Tiere profitieren von der Renaturierung der Leitha. Auch der Mensch genießt sein Naherholungsgebiet.

Autor:

Charlotte Titz aus Neusiedl am See

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