13.11.2016, 11:51 Uhr

Die Bücher meines Vaters

Den Originalbücherkasten gibt es leider nicht mehr, aber so ähnlich habe ich ihn in Erinnerung
Der hohe schwarze Bücherkasten in dem großen Zimmer übte eine magische Faszination auf mich aus. Kaum konnte ich lesen schlich ich um ihn herum und hoffte insgeheim dass der Schlüssel steckte. Ab und zu war das der Fall, dann öffnete ich ganz leise und vorsichtig die beiden Glastüren und vor mir standen sie die Bücher, bunt und mit goldener Schrift am Rücken. Ehrfürchtig berührte ich sie mit meinen kleinen Händen und zog eines aus der dichtgedrängten Reihe. Es roch nach Druckerschwärze und vergilbten Papier, ich liebte diesen Geruch. Jahre später begann ich die Bücher meines Vaters zu lesen, fast alle und etliche sind noch in meinem Besitz. Heute lese ich die Bücher meiner Tochter, die sie von griechischen Erfolgsautoren in die deutsche Sprache übersetzt. Unsere Enkelin Anna ist schon seit langer Zeit ein "Bücherwurm" und der Urgroßvater hätte große Freude daran. Ja die Bücher meines Vaters prägten Generationen.
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