08.02.2017, 13:00 Uhr

10,5 Prozent mehr Gäste im Bezirk

Hannes Anton präsentierte Podersdorf auch am Kirchtag in Villach (Foto: Anton)

Der heimische Tourismus brach im Jahr 2016 Rekorde. Die Bezirksblätter wollten wissen, warum.

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE. 2016 verzeichnete das Burgenland insgesamt 3.084.012 Nächtigungen – das ist ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2015. Die Zahl der Ankünfte stieg um 8,4 Prozent erstmals über die Millionen-Marke auf 1.051.382.
„Seit dem Jahr 2010 kratzen wir im Burgenland an der 3 Mio. Nächtigungsmarke. 2016 haben wir diese Rekordmarke endlich erreicht“, zeigt sich LH Hans Niessl erfreut.

Spitzenzahlen

Vor allem der Bezirk Neusiedl am See kann mit Spitzenzahlen aufwarten. Von den 20 Gemeinden des Burgenlandes mit den meisten Übernachtungen sind immerhin 12 aus dem Bezirk Neusiedl am See. Podersdorf am See hat nach Bad Tatzmannsdorf die zweitmeisten Nächtigungen des Burgenlandes.

Über Burgenland-Schnitt

"Podersdorf hatte eines der erfolgreichsten Jahre, seit es die Nächtigungsaufzeichnungen gibt. Ein Plus von fast 15 Prozent, wir liegen über dem Schnitt des Bundeslandes", freut sich der Tourismusverantwortliche von Podersdorf Hannes Anton. Warum das so ist, kann er sich erklären. "Zuerst einmal ganz sicher der Sicherheitsgedanke, viele Menschen steigen wieder ins Auto und nicht in den Flieger. Viele Gäste, die schon einmal da waren und länger nicht mehr gekommen sind, haben uns wieder besucht. Das gilt speziell für Gäste aus Deutschland, da hat uns auch sicher die Starnacht wieder in Erinnerung gerufen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine durchdachte Planung der Veranstaltungen in der Vor- und Nachsaison. Im Sommer ist das Wetter entscheidend, das hat auch heuer perfekt gepasst und wir hatten einen sensationellen September. Bei uns hat sich auch der Campingboom voll bemerkbar gemacht, da hatten wir auch die größten Zuwächse. Ich denke, es war ein Mix aus den vielen Faktoren", meint Anton.

Meist Österreicher

Die Gäste in Podersdorf kommen zu 75 % aus Österreich, der Rest teilt sich auf Deutschland, Slowakei, Tschechien und Ungarn auf. Für 2017 hofft er natürlich wieder auf viele Gäste. "2017 könnte wieder ein sehr gutes Jahr werden, da spielt aber auch das Wetter eine große Rolle, speziell zu den Wochenenden und im Sommer."


Illmitz & Co.

Auf Platz sechs der Statistik liegt Illmitz, auch mit einem Plus. Tourismuschef Gerhard Haider meint dazu: "Wir konnten vor allem mit unseren Weinveranstaltungen punkten. Das werden wir heuer auch fortführen, im Frühling zum Beispiel werden wir sogar an zwei Wochenenden unseren Frühjahrsspaziergang machen, weil wir im Vorjahr so viele Leute hatten. Außerdem war das Wetter natürlich gigantisch. In Illmitz waren viele Familien, was sicher auf die Lage in der Welt zurückzuführen ist. Viele haben einfach ihr Sommerurlaubsgebiet von früher wieder entdeckt. Das erwarte ich mir eigentlich auch von 2017."
Immerhin Platz acht gehört Frauenkirchen, Platz 11 bis 20 gehören dann Pamhagen, St. Andrä am Zicksee, Neusiedl am See, Parndorf, Weiden am See, Kittsee, Mönchhof, Jois und Gols, nur unterbrochen von Eisenstadt auf Platz 14.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.