11.12.2017, 13:40 Uhr

Fischer fürchten um St. Andräer Zicksee

Durch den niedrigen Wasserstand sterben im Zicksee die Fische. (Foto: Pölzer)

Der Zicksee in St. Andrä ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt. Jetzt orten Fischer Gefahr für den heimischen See.

ST. ANDRÄ AM ZICKSEE (cht). "Aufgrund des trockenen kalten Winters des Vorjahres, der geringen Niederschlagsmenge im laufenden Kalenderjahr und des niedrigen Grundwasserspiegels, erreicht der Zicksee derzeit einen bedrohenden Niedrigwasserstand. Großteils muss von einer Wassertiefe von 30cm bis max. 50cm ausgegangen werden" schildert Christoph Pölzer, Fischereischutzorgan des Revieres Zicksee.


Fische verendet


Seit kurzer Zeit bleiben die Temperaturen im Minus, eine Eisschicht hat sich auf dem Zicksee gebildet. "Bereits nach erster kurzer Frostperiode verendete eine massive Anzahl an kapitalen Fischen unter beziehungsweise in der Eisdecke", so Christoph Pölzer. Das schaut alles andere als gut aus. Wenn wir so eine Frostperiode wie im Vorjahr bekommen, dann friert der Zicksee, so seicht wie er momentan ist, komplett durch und dann sind alle Fische tot. Das wäre eine Katastrophe."

Verschiedene Arten

Im Zicksee leben sowohl große Fische wie Zander, Karpfen oder Hecht, wie auch Kleinfische. "Aus meiner Sicht kann momentan nur mit einer Frischwasserzufuhr das Ökosystem gerettet werden. Frisches Wasser bringt Sauerstoff, bewirkt Zirkulation und hält den See somit länger von der Eisdecke offen. Somit könnte man ein Durchfrieren womöglich verhindern und offene Stellen herbeiführen", meint Pölzer.
Das Problem ist der Bezirkshauptmannschaft und der Landesregierung bereits mitgeteilt worden. Seitens der Landesregierung kommt allerdings keine Zustimmung zum Pumpen.
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