24.01.2018, 11:28 Uhr

Handelsschule Frauenkirchen: Gesundheit als Schwerpunkt

Direktorin Emilie Toppel freut sich über das einzigartige Schulmodell von Hannes Schmid. Man hofft auf viele Schüler. (Foto: Reinhard Rovny)

In der HAK/HAS Frauenkirchen soll es ab kommendem Schuljahr einen neuen Schwerpunkt geben.

FRAUENKIRCHEN (cht/rr). Durch den Rückgang der Schülerzahlen gab es in den vergangenen Jahren in Frauenkirchen keine Handelsschule mehr. Jetzt möchte man diesen Schultyp "wiederbeleben".

Neues Konzept

Hannes Schmid, der Leiter der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB), hat dazu ein völlig neues Konzept entwickelt. "Durch die gezielte Schwerpunktsetzung Gesundheitsökonomie soll es den Absolventen erleichtert werden, den Umstieg in die SOB zu schaffen", weiß Hannes Schmid. "Dabei können einige Fächer der Handelsschule für die SOB angerechnet werden, wodurch sich die wöchentliche Gesamtstundenanzahl deutlich reduzieren lässt. Wer den Pflegeberuf nicht anstrebt, hat die übliche wirtschaftlich fundierte Ausbildung als Bürokauffrau/mann, Verwaltungsassistent, Großhandelskaufmann und Industriekaufmann. Die soziale Kompetenz wird dabei ebenfalls großgeschrieben. Die neue HAS soll Jugendliche mit Pflegeberufen in Kontakt bringen und ihr Interesse für Sozialberufe wecken", so Schmid. "Ein weiterer Schwerpunkt wird ‚Sport + Aktiv’ sein, um auch das Gesundheitsbewusstsein bei den Schülern zu wecken", weiß Schmid. "Wenn die Kinder dann nach Ende der HAS möchten, können sie leicht in die SOB umsteigen. Denn dort ist ein Einstieg erst ab 17 Jahren möglich."

Zwei Standbeine

Ziel dieser Kombination ist, dass die Jugendlichen nach Abschluss der 5-jährigen Ausbildung (HAS + SOB) sowohl einen Beruf in der Verwaltung als auch als Pflegeassistent ausüben können. Außerdem besteht die Möglichkeit, nach der Handelsschule die Ausbildung zum Diplomkrankenpfleger in der benachbarten Schule für Gesundheits- und Krankenpflege abzuschließen.
„In der Zukunft wird es immer wichtiger, beruflich fexibel und ‚breiter aufgestellt’ zu sein“, meint Hannes Schmid.
Die HAS Frauenkirchen ist die erste Schule mit diesem zukunftsträchtigen Konzept und somit einzigartig in Österreich. Durch die neue Schwerpunktsetzung der HAS sollen für die Jugendlichen beste Berufsaussichten in der Region in den gesellschaftlich sehr wichtigen Bereichen Gesundheit und Pflege geboten werden. Die Möglichkeit zur Einschreibung für die „neue“ Handelsschule gibt es in den Semesterferien.
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