23.11.2016, 00:10 Uhr

Niessl für Tomatenfabrik: Arbeitsplätze für Ausländer wichtiger als heimische Landschaft?

Frauenkirchen - Stadt mit weitem Horizont.

FRAUENKIRCHEN. Nachdem eine Volksabstimmung die Tomatenfabrik zu stoppen droht, rief der Landeshauptmann binnen sechs Tagen zu zwei Pressekonferenzen zum Gemeindethema Mega-Glashaus in Frauenkirchen. Zuvor stellte sich der Bürgermeister unwissend bezüglich dieses Projektes - Informationsanfragen wurden abgeblockt. Der jetzige außergewöhnliche Einsatz des Landeshauptmanns lässt vermuten, wie stark Niessl persönlich in die Tomatenfabrik involviert sein muss. Der Bürgermeister hat laut eigenen Angaben noch im Juli nichts Näheres über das Projekt gewußt. Und das, nachdem die ersten Gutachten lt. Aussage Herrn Perlingers bereits ab Jänner 2016 über DI Thell in Auftrag gegeben wurden. Der von Perlinger beauftragte Projektentwickler DI. Thell ist unglaublicher Weise gleichzeitig auch der Ortsplaner der Gemeinde Frauenkirchen und gab in dieser Doppelfunktion dem Gemeinderat die Empfehlung zur Umwidmung.Volksabstimmung soll Tomatenfabrik stoppen.Gegen die im SPÖ-Alleingang beschlossene Umwidmung des Grundstückes hat sich eine Bürgerinitiative gebildet. Diese fordert sowohl einen anderen Standort als auch Mitbestimmung und Information der Bevölkerung. Derzeit werden Unterschriften für eine Volksabstimmung gesammelt. Diese kann den Bau der Tomatenfabrik an dieser Stelle noch verhindern. Namensliste NESt begrüßt Unterschriftenaktion für Volksabstimmung „Uns ist Bürgerbeteiligung, Transparenz und Demokratie wichtig. Wir rufen daher auf, für die Volksabstimmung zu unterschreiben.“ so die NESt-Gemeinderäte. „Besorgte Bürger als Hetzer und Manipulanten zu bezeichnen, wie das Herr Niessl tut, ist skandalös. Als Demokrat dürfte er die Volksabstimmung nicht ablehnen. “Landschaft für Tourismus lebensnotwendig „Die Tomatenfabrik an diesem Standort zerstört die Landschaft und gefährdet den Tourismus der Region. Die 80 Arbeitsplätze für großteils ausländische Arbeiter und die „gesunden“ Tomaten aus dem Glashaus sind auch an anderen Standorten möglich, die nicht innerhalb der Sichtzone des Weltkulturerbes und mitten im Tourismusgebiet liegen.“ meint NESt.

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