20.12.2017, 08:00 Uhr

Sozialpsychiatrische Wohngemeinschaft für Gols

Ing. Rainer Wallner, Karin Groß-Wasserscheid, VzBgm. Hans Hackstock, Dipl. Ing. Manfred Steiner, Christian Göltl, Dr. Alfred Kollar, Bgm. Dir. Hans Schrammel, LAbg. Kilian Brandstätter, Pfr. Mag. Ingrid Tschank (Foto: OSG)

Eigentlich gibt es solch eine Einrichtung schon seit 2005 in der Gemeinde Gols, jetzt soll eine neue, größere und modernere Wohngemeinschaft errichtet werden.

GOLS (cht). Seit 12 Jahren gibt es eine Sozialpsychiatrische Wohngemeinschaft der Diakonie in Gols. "Angefangen haben wir bei uns im Diakoniezentrum", erzählt Christian Göltl, 2009 sind wir dann mit unseren Klienten in ein Haus in der Brunnengasse umgezogen." Dort werden derzeit sechs Klienten betreut.

Neubau auf Durchzugsstraße

Nachdem die Nachfrage nach solchen Plätzen aber hoch ist und die Brunnengasse ohnehin nur eine "Zwischenlösung" sein sollte, in der man ohnehin jetzt schon knapp zehn Jahre wohnt, möchte man jetzt neu bauen. Die Pläne sind fertig, die Bautafel steht, der "Spatenstich" ist eigentlich erfolgt, jetzt muss man nur mehr auf eine Förderzusage seitens der Europäischen Union warten. "Nachdem unser Projekt wirklich gebraucht wird, nehmen wir an, dass wir die Zusage bekommen", meint Christian Göltl. "Wenn nicht müssten wir schauen, wie wir die Mittel anders lukrieren. Aber davon gehen wir jetzt einmal nicht aus." Kommt die Förderzusage, könnte man mit März anfangen zu bauen, geplante Eröffnung wäre dann im Herbst 2019.


Größer und moderner

Die neue Wohngemeinschaft "Mosaik" soll für zehn Klienten plus zwei Krisenplätze ausgelegt werden. "Außerdem sind eine Tagesstruktur mit kleinem, angeschlossenen Shop geplant, wo wir unsere Erzeugnisse auch verkaufen können." Das wäre gut um die Leute besser ins Dorfleben zu integrieren. "Damit auch die Hemmschwelle ein bisschen sinkt und die Leute sehen, unsere Klienten sind ganz normale, nette Menschen, die einfach nicht alleine wohnen können. Und auch für unsere Klienten, damit sie sich ein bisschen austauschen können."
In der bestehenden Wohngemeinschaft sind sechs Mitarbeiter beschäftigt, tagsüber gibt es Betreuung, nachts steht eine Rufbereitschaft zur Verfügung. "Das halten wir von Anfang an so und es funktioniert sehr gut. Unsere Klienten leben hier teilweise schon seit zwölf Jahren, andere wiederum sind ein halbes Jahr hier und können dann wieder in eine eigene Wohnung umziehen. Das kommt ganz auf die einzelnen Fälle an. Bei uns gibt es auch die Möglichkeit des betreuten Einzelwohnens, sprich, ist ein Klient in eine eigene Wohnung gezogen, kann er immer noch unsere Betreuung in Anspruch nehmen", schildert Göltl. Schwerpunkt liegt in Gols auf Schizophrenie. Die nächste vergleichbare Einrichtung für Erwachsene, die Golser Klienten sind alle ab 40, gibt es in Mattersburg.

Mehr Arbeitsplätze, heimische Firmen

Wird gebaut, kommen auch weitere Arbeitsplätze dazu. "Unsere Mitarbeiter müssen alle das Sozialpsychiatrische Diplom haben", so Göltl. Gebaut werden soll, wie es bei der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, die die Wohngemeinschaft errichten soll, üblich ist, mit heimischen Firmen. Investitionsvolumen wären 2,17 Millionen Euro.
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