12.03.2017, 18:54 Uhr

Ohne Holz kein Tischtennisschläger

ZURNDORF (chriss). Holz spielt im Tischtennis eine große Rolle. Der Tischtennisschläger muss zumindest zu 85 Prozent aus Holz bestehen. „Üblicherweise sind Schläger aus Vollholz oder Holz mit Kunstfaser und aus durchgängigen Schichten oder Furnieren“, erklärt Tischtennis-Experte und der internationale Oberschiedsrichter Werner Thury aus Zurndorf. Wer für den Schläger an gängige Holzarten denkt, der irrt gewaltig. „Koto, Ayous, Limba und Balsa und edlere Holzarten wie Hinoki, Kiso-Hinoki, Rosewood, Bloodwood und Mahagoni werden dafür verwendet“, ergänzt der Zurndorfer, der als Schiedsrichter die Aufgabe hat, den Schläger persönlich zu kontrollieren. In internationalen Bewerben werden die Schläger 20 Minuten vor dem Spiel überprüft. Es gibt laut Thury auch eigene Schlägerkontrollbereiche und –geräte. „Im Schnitt werden bei einem Turnier ein bis zwei Schläger gefunden, die präpariert wurden, um ‚schneller’ zu werden.
Bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf Ende Mai bin ich als Referee tätig und ich werde von den mir zugeteilten 120 Schiedsrichtern ca. fünf bis sechs Leute nur für die Schlägerkontrolle abstellen“, wird von ihm und seinen Kollegen streng kontrolliert.
Wer sich einen Tischtennisschläger kaufen will, der sollte darauf achten, welches Holz verwendet wird. „Eine Faustregel besagt, dass ein hartes Holz durch die kurze Ballkontaktzeit eher für kurze Bewegungen im tischnahen Spiel, ein weiches Holz durch die lange Ballkontaktzeit eher für lange Bewegungen im tischfernen Spiel geeignet ist“, so Thury abschließend.
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