Der Methusalem Code – Teil 5: Du bist, wie du eben isst

Selbst gekochtes schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch wesentlich gesünder als Fertigprodukte aus dem Supermarkt. Und auch gegen eine gesunde Jause spricht nichts!
  • Selbst gekochtes schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch wesentlich gesünder als Fertigprodukte aus dem Supermarkt. Und auch gegen eine gesunde Jause spricht nichts!
  • Foto: Daniela Matejschek
  • hochgeladen von Christian Trinkl

Kaum ein Bereich der Wissenschaft hat sich derart schamlos ihren Geldgebern angedient wie die Ernährungswissenschaft. Seit Jahrzehnten versteht sich ihre Elite als Handlanger der Nahrungsmittelindustrie. Manche ihrer Richtlinien zur „gesunden Ernährung“ sind schlicht gemeingefährlich. Die katastrophalen Folgen ihrer Ratschläge sieht man am besten in den USA, wo die Kumpanei zwischen Wissenschaft, Industrie und gekaufter Politik am besten organisiert ist: im Land der Fetten.

Im Land der Fetten

Innerhalb von 30 Jahren ist ein ganzes Land - von international halbwegs normalen Werten zur Mitte der 80er Jahre - gewaltig in die Breite gegangen. Jedes fünfte High-School-Kid passt nur noch in XXL-Klamotten und watschelt wie eine Ente vom Schulbus zur Haustür. Und wer sich gewichtsmäßig einmal auf der Überholspur befindet, kommt kaum noch herunter. Die Zahl der Amerikaner mit extremer Fettsucht – einem BMI (Body Maß Index) über 40 – hat sich vervierfacht. Immer mehr US-Krankenhäuser erwägen den Erwerb veterinärmedizinischer Untersuchungsgeräte oder fahren mit ihren Problempatienten gleich in den Zoo. Und dort wird der Zwei-Zentner-Mann dann per Kran in die Röhre des CT gehievt - sobald das kranke Rhinozeros mit der Untersuchung fertig ist.

In Gang gesetzt wurde dieser Trend mit einer weltweiten Kampagne gegen Fett. Besonders des Teufels war tierisches Fett und die in Butter oder Schweineschmalz vorherrschenden „gesättigten Fettsäuren“. In den Ernährungsratgebern wurde empfohlen, großflächig auf Kohlenhydrat-reiche Nahrungsmittel auszuweichen und „herzgesunde“ Margarine zu verwenden. Die Industrie nahm diese Impulse begeistert auf. Die Rohstoffe aus der Agrarindustrie waren spottbillig zu haben, die Gewinnspannen enorm.


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Das „böse“ tierische Fett

Hätten die „Experten“ etwas genauer recherchiert, wären sie auf die alten Rezepte der Landwirte gestoßen, die seit langem wussten, dass ihre Schweine und Mastochsen am raschesten mit einer Kohlenhydrate-Mast zunehmen. Und so geschah es dann auch bei den Menschen.

Das „böse“ tierische Fett wurde durch billige Pflanzenöle von Mais, Raps und Sonnenblume ersetzt. Dumm nur, dass dies flüssig war und deshalb schwer zu verarbeiten. Doch auch hier kam Hilfe von der Wissenschaft: Wird das Öl auf über 200 Grad erhitzt und dann unter hohem Druck mit Wasserstoff „beschossen“, so werden die Fettsäuren gesättigt und damit gehärtet.

Tod durch Transfette

Das bequeme daran ist, dass man diesen Prozess jederzeit stoppen und den Kunden die geeignete Konsistenz liefern kann. Leider entstehen dabei - als eine Art Betriebsunfall der Härtung - künstliche Fette, so genannte Transfette. Sie können vom Organismus nur schlecht abgebaut werden und verursachen Entzündungen in den Blutgefäßen mit allen dramatischen Folgen.

Noch bis in die 90er Jahre bestand Margarine bis zu einem Drittel aus Transfetten. Erst in den letzten Jahren wurde der Anteil an Transfetten in der EU streng begrenzt. Doch der angerichtete Schaden ist nicht mehr gut zu machen: „Wahrscheinlich“, so Walter Willett von der Harvard University in Boston, „sind weltweit Millionen von Menschen vorzeitig gestorben, weil unsere Nahrung zu viele Transfette enthält.“

Was ist wirklich gesund?

Doch viele andere - ähnlich problematische - Ratschläge der Ernährungswissenschaft sind nach wie vor in Kraft. Etwa die lukrative Hetze gegen „gefährliches Cholesterin“, mit der über den Verkauf entsprechender „Cholesterinsenker“ Milliardenumsätze erzielt werden. Oder der Ratschlag, dass helles Fleisch gesünder sei als rotes Fleisch. Oder die Behauptung, dass Bauchfett besonders gefährlich wäre. Die Studien, auf denen diese Aussagen basieren, sind so nebulos und gespickt mit Fehlern, dass Zweifel aufkommen, ob das Ernährungswesen überhaupt eine Wissenschaft ist.

Wie soll man nun aber essen, was ist wirklich gesund? Aus Studien mit Hundertjährigen weiß man, dass diese vor allem eines gemeinsam haben: Ihr Blutzuckerspiegel ist gering und sie haben verblüffend niedrige Insulinwerte. Es macht also Sinn, die Ernährung in diese Richtung auszuwählen und zu optimieren. (Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie im Buch.)

Hier finden Sie die Lebensgeschichten und Geheimnisse vieler 100-Jähriger aus Niederösterreich

Autor:

Christian Trinkl aus Niederösterreich

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