Bedrohung für Amphibien

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Niederösterreich

Großes Sterben bei kleinen Kröten

Mit einer Wanderung beginnt alles

In diesen Wochen wandern Kröten und Frösche aus den Überwinterungsquartieren zu ihren Geburtsgewässern, um sich dort zu paaren und Laich abzulegen. Sie benötigen die richtige Temperatur und ausreichend Feuchtigkeit, damit sie sich auf die oftmals herausfordernde Wanderung begeben können. Abhängig von der Wettersituation kann diese Phase von den ersten Fröschen bis zu den letzten Kröten 4 bis 6 Wochen dauern. Da die Frösche schon bei niedrigen Temperaturen starten, sind sie es, die zuerst wandern. Die Kröten warten etwas länger, bis die Temperaturen nachts um 10 Grad sind.
Je nachdem, wo Frösche und Kröten einen geeigneten Überwinterungsplatz gefunden haben, kann der Weg zu ihrem Geburtsgewässer bis zu 4 km betragen.

Alle Amphibien sind in Österreich streng geschützt. Trotzdem geht ihre Zahl jährlich zurück. Zu groß ist der Verlust durch den Straßenverkehr, durch einen amphibienspezifischen Pilz, der ihr Immunsystem schwächt, und durch das Verschwinden von Tümpeln und Biotopen.

Auch die Initiativen von Naturschutzbund, Straßenmeistereien und Freiwilligen, die Tiere mit Hilfe der Kübel-Zaun-Methode sicher über die Straßen zu bringen, können die Verluste nicht überall ausgleichen.

das Finden des richtigen Partners

Wenn die Tiere sicher bei ihren Geburtsstätten gelandet sind, dort die Bedingungen unverändert vorfinden und der passende Partner wartet, geht es ans Ablaichen. Froschlaich ist in Ballen angeordnet zu finden, Krötenlaich in Schnurform. Doch damit ist nur ein erster kleiner Schritt geschafft.
Weitere Gefahren lauern, bis aus den Eiern zuerst Kaulquappen und anschließend Frösche bzw. Kröten werden. Molche finden diese Eipakete köstlich und freuen sich über eine gut verfügbare Stärkung; das Biotop kann zu schnell austrocknen; Goldfische, die bei uns nicht heimisch sind, fressen ebenfalls den Laich der Frösche; Ringelnattern sehen die kleinen Kaulquappen als maulgerechte Häppchen.

Und dann haben jene Frösche und Kröten, die es schlussendlich an Land schaffen, erst noch die gefährliche (Rück-)Wanderung ins Überwinterungsquartier vor sich.

Das jähe Ende

Wenn man nun weiß, mit wie vielen Schwierigkeiten der Lebenszyklus dieser für den Naturkreislauf so wertvollen Tiere schon unter “normalen” Bedingungen abläuft, ist jener Anblick um so erschütternder, der sich in diesen Tagen den Spaziergängern entlang eines Feldes in Winten bot: 23 Erdkröten, am Weg zu ihrem Tümpel, die durch den direkten Hautkontakt mit Jauche oder Dünger verätzt wurden, sind dort verendet - ein leiser qualvoller Tod - besonders tragisch, weil vermeidbar, wenn die Felder zur Wanderzeit nicht in dieser Form bearbeitet würden. Deshalb der Appell an Landwirte, Gärtner und Gartenbesitzer:  bitte in dieser für Amphibien so sensible Zeit nicht düngn, nicht spritzen und keine Jauche ausbringen.genauso wie Insekten brauchen wir auch unsere Amphibien.

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